+
Herrlich komisch: Polizeihauptmeister Fendt (Jürgen Schadhauser) und Polizeimeisterin Schneider (Christine Hutterer).

Egmatinger Trachtler

Dümmer als die Polizei erlaubt

So macht Theater Spaß: „Dümmer als die Polizei erlaubt“ heißt das Stück, das die Egmatinger Trachtler so erfolgreich auf die Bühne gebracht haben.

Egmating – Ein Riesenspektakel haben die Egmatinger Trachtler auf die Bühne im Gemeindesaal gezaubert. Die „Kreuzbergler“ unter Spielleitung von Marianne und Karl Schabmair haben viele Wochen, wahrscheinlich monatelang, geprobt und was dabei herauskam, ist ein sehr lustiges und turbulentes Schauspiel, das mit sehr viel Szenen und noch mehr Schlussapplaus bedacht wurde. Eine Fetzen-Gaudi.

„Dümmer als die Polizei erlaubt“ heißt das Lustspiel in drei Akten von Markus Scheble und Sebastian Kolb. Es spielt in einer Polizeiwache im trostlosen Kaff Odlbaching, da wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen. Polizeieinsätze kommen kaum vor, außer wenn mal eine Katze auf einen Baum steigt und nicht mehr herunterfindet, dann rücken die beiden Polizisten schön langsam aus, „es pressiert net!“

Es sind der Polizeihauptmeister Fendt (Jürgen Schadhauser), der mit den zwei Hühneraugen am kleinen Zeh, und seine ihm untergeordnete Kollegin Polizeimeisterin Schneider (Christine Hutterer). Sie beschäftigen die Teilzeitsekretärin Gabi (Debütantin im Ensemble Johanna Rank) und die türkische Putzfrau Ayshe (Daniela Gehrmann). Als eine Rauferei von zwei alten Rentnern im Schrebergarten gemeldet wird, geht es rund, aber schön langsam – endlich ist mal was los.

Die Spannung steigt von einer Szene zur nächsten, und das Chaos bahnt sich an, als der Dienststellenleiter, Hauptkommissar Posch (hervorragend Peter Kratzer) eine Ankündigung erhält, dass der Polizeipräsident Hrdlicska (Florian Hutterer) persönlich zur Inspektion der Dienststelle kommen wird – und zwar kurzfristig. Posch sieht darin seine Chance, von seinem Vorgesetzten endlich eine Rückversetzung in die Großstadt München zu erwirken, da wo was los ist und er seine Erfahrungen einbringen kann.

Den Plan, den er dazu ausheckt, ist so kriminell wie verrückt, ja „dümmer als die Polizei erlaubt“. Was sich dabei abspielt, ist so spektakulär und lustig, das das Publikum tobt. Als dann die zwei Polizisten mit dem Moped durch den Zuschauerraum zum Einsatzort rasen, erreicht der Kriminalfall seinen ersten Höhepunkt. Der eigentliche Höhepunkt und die Lösung des Falles, der durch die schlaue Ayshe eingeläutet wird, wird natürlich hier nicht verraten. Den kann man am kommenden Samstag um 19.30 Uhr selber erleben. Maximale Gaudi ist garantiert, untermalt in den Pausen von der Egmatinger Blaskapelle.

Eine tolle Leistung des Ensembles, alle Spieler sind mit Herzblut bei ihren Rollen und das Publikum dankt es mit stürmischen Applaus. Auch das originelle Bühnenbild, Maske und Kostüme haben ein Sonderlob verdient.

Otto Hartl

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Erdbeben beschädigt Poinger Schule
Nicht nur Privatpersonen haben nach dem Erdbeben vom Samstag, 9. September, frische Schäden an ihren Häusern und Wohnungen festgestellt, sondern auch das Landratsamt.
Erdbeben beschädigt Poinger Schule
Magdalena aus Ebersberg
Ein Schwesterchen haben Johanna (5) und Michael (2) bekommen – und alle sind überglücklich. Magdalena ist das dritte Kind von Christina und Michael Winhart aus Ebersberg …
Magdalena aus Ebersberg
Kiosk wird größer und ansehnlicher
Schöner und gemütlicher: Das soll der neue Kiosk am Poinger Badesee sein. Betreiber Jans Mende will bis zur nächsten Badesaison umbauen und erweitern.
Kiosk wird größer und ansehnlicher
Das „Straßerl“, das zum Bauwerk wurde
Die Grafinger Ostumfahrung ist am Mittwoch feierlich eröffnet worden. Es gab Gesten, Seitenhiebe und die Mahnung zur Verkehrswende.
Das „Straßerl“, das zum Bauwerk wurde

Kommentare