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Wenn der Egmatinger den Schlagring rausgezogen hätte, wäre die Sache nicht so glimpflich ausgegangen. 

Polizei ermittelt

Rauferei: Als rassistische Beleidigung fällt, eskaliert Streit auf S-Bahnhof

Eine schlimme Bleidigung gegen Schwarze soll gefallen sein. Danach setzte es Watschen am S-Bahnhof Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Der Egmatinger hat für seinen Ausruf eine interessante Begründung.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Mit einer Rauferei am Dienstagabend am S-Bahnhof Höhenkirchen-Siegertsbrunn haben sich ein 40-Jähriger aus Egmating (Kreis Ebersberg) und ein 17-Jähriger aus Neubiberg, beides Deutsche, jeweils ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingehandelt. Das mit der Nationalität ist wichtig in diesem Fall. 

Dunkelhäutige Jugendliche fühlen sich beleidigt

Am Dienstag gegen 20.15 Uhr stand nämlich eine Gruppe von fünf Jugendlichen am S-Bahnhof Höhenkirchen-Siegertsbrunn, alle im Alter zwischen 14 und 17 Jahren; zwei Deutsche sowie ein Somalier, ein Iraker und ein Nigerianer. Ein paar Schritte von ihnen entfernt stand der 40-Jährige aus Egmating und unterhielt sich mit seinem 35-jährigen Begleiter, einem Deutschen. „Dabei soll es zu Aussagen gekommen sein, von der sich die Gruppe überwiegend dunkelhäutiger Jugendlicher angesprochen und beleidigt fühlte“, meldet die Polizei. Auf Nachfrage präzisiert das Wolfgang Hauner, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion München: „Da  ist wohl auch das Wort Neger gefallen.“

Polizei stellt beim Egmatinger einen Schlagring sicher 

Woraufhin der 17-jährige Neubiberger den 40-jährigen Egmatinger zur Rede stellen wollte. Und sich, so der bisherige Ermittlungsstand, vom Älteren eine Watschn eingefangen hat. Worauf er zurückgeschlagen haben soll. Die Aussagen beider Gruppen sind widersprüchlich. Wirklich verletzt worden ist keiner der beiden Kontrahenten. Sie haben wohl auch schnell wieder voneinander abgelassen, und der Egmatinger hat die Polizei alarmiert. Danach ist er mit seinem Begleiter in den Bus gestiegen und heimgefahren.

Verfahren gegen beide an der Rauferei Beteiligten

Dort erhielt er wenig später Besuch von einer Polizeistreife. Die bat ihn zum Alkoholtest, der 1,34 Promille ergab. Die Beamten durchsuchten den Mann auch - und fanden in seiner Hosentasche am Schlüsselbund einen Schlagring. Den trage er nur für den Fall der Fälle bei sich, zur eigenen Sicherheit, hat er den Polizisten erzählt. Und für den „Neger“ hatte er auch eine Erklärung oder Ausrede, je nach Interpretation: Das habe er doch nur zu seinem Freund gesagt, scherzhaft. Ein ganz schlechter Scherz, wenn daneben eine Gruppe mit Schwarzafrikanern steht. Den Schlagring haben die Beamten sichergestellt. Gegen den Egmatinger wird jetzt wegen Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung und Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt. Aber auch gegen den 17-jährigen Neubiberger wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.          

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