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Im Sommer ist der Kastensee ein beliebtes Ausflugsziel für Bürger nicht nur aus dem Landkreis Ebersberg.

Im Streit um den freien Zugang zum Gewässer könnte jetzt ein Kompromiss helfen

Wolken über dem Kastensee

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Die Temperaturen steigen, die Badesaison rückt näher. Ob über dem Kastensee bei Glonn jedoch die Sonne lacht, oder ob sich düstere Gewitterwolken zusammenziehen, das ist noch offen. Entscheidet am Ende doch ein Gericht?

Landkreis/Kastenseeon – Zehn Jahre dauert nun der Streit um den Zugang zum Kastensee auf mehreren Ebenen schon an. Inzwischen hat sich der Kreisausschuss zumindest auf eine gemeinsame Linie gegenüber dem Seebadbetreiber Manfred Lamm geeinigt. „Wir haben ein Votum über alle Fraktionen“, so Landrat Robert Niedergesäß (CSU). Zunächst in nichtöffentlicher, dann in öffentlicher Sitzung hatte das Gremium beraten. Jetzt könnte es auf eine Lösung mit einem Grundstückstausch hinauslaufen.

Es könnte noch zu einer Klage kommen

Falls Lamm dem nicht zustimmt, könnte es aber auch zu einer Klage kommen. Niedergesäß verwies in diesem Zusammenhang auf die Bayerische Verfassung. Wie eine richterliche Entscheidung aussehen könnte, ist jedoch für alle Seiten ungewiss.

Hintergrund: Der Landkreis ist Eigentümer des Sees, hat zur Wasserfläche jedoch keinen rechtlich gesicherten Zugang, sprich kein Geh- und Fahrtrecht.

Auf der einen Seite ein Naturschutzgebiet

Es geht um den freien Zugang zum Kastensee.

Auf der einen Seite des Sees ist Naturschutzgebiet, das nicht betreten werden darf, auf der anderen Seite, zur Straße hin, gehören dem Kreis zwar zwei schmale Grundstücke direkt am Wasser. Diese sind jedoch umgeben von weiteren Grundstücken, die nicht im Eigentum des Kreises sind. Die schmalen Kreis-Grundstücke wiederum will Lamm erwerben, um „Rechtssicherheit“ und „Planungssicherheit“ zu erhalten. Lamm hat vor, das Betriebsgebäude für den Bade- und Gaststättenbetrieb abzureißen und neu zu bauen sowie ein kleines Wohngebäude zu errichten. Landrat Niedergesäß sprach in der Sitzung von einem „siebenstelligen Betrag“.

Unter anderem solle auch die Terrasse künftig höher über dem Grund sein. Es hatte dort in der Vergangenheit Hochwasser gegeben. Damit sei wegen des Klimawandels auch in Zukunft zu rechnen, so Niedergesäß.

Angst vor ungebetenen Gästen

Zum einen gibt es Forderungen, den See ganzjährig für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Anwohner sind da aber skeptisch und befürchten ungebetene „Gäste“, die Lagerfeuer anzünden und Müll hinterlassen.

Wann das Bad geschlossen bleibt

Der aktuelle Vorschlag sieht nun vor, dass der Landkreis sein schmales Grundstück an der Terrasse an Lamm übergibt und dafür weiter südlich im Tausch ein anderes Grundstück erhält. Zudem werde festgelegt, dass der Zugang zum See außerhalb der Badesaison frei ist sowie dann, wenn das Bad beispielsweise wegen schlechten Wetters oder anderer Gründe geschlossen bleibt.

Der Rechtsanwalt von Manfred Lamm war in der nichtöffentlichen Sitzung des Kreisausschusses teilweise dabei. Eine offizielle Zustimmung zu dem Tauschvorschlag gibt es jedoch noch nicht. „Fortsetzung folgt“, so Niedergesäß am Ende der Beratung.

Lesen sie auch: „In 50 Jahren schwimmt hier keiner mehr“

und Johanna ist die Retterin vom Kastensee.

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