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Die Baustelle im Herzen von Egmating: Hier entsteht ein Haus, das künftig sowohl die Gemeindekanzlei als auch die Schule beherbergen soll. Die Arbeiten kommen gut voran, berichtet Bürgermeister Ernst Eberherr. 

In Egmating enstehen Rathaus und Schule in einem Gebäude

Schule und Gemeindekanzlei in einem Gebäude - das gibt es bald in der Gemeinde Egmating. Der Bau macht große Fortschritte, Ende 2019 soll er bezugsfertig sein.

Egmating – Es regnet in Strömen, dennoch werkeln auf dem Rohbau, der direkt an die Egmatinger Kanzlei angrenzt, fleißig die Handwerker. „60 Prozent sind bereits fertig“, erklärt Bürgermeister Ernst Eberherr im Gespräch mit der EZ. Wenn alles glatt läuft, ist das neue Gebäude, in dem sowohl die Egmatinger Verwaltung samt Gemeinderat – als auch die Grundschule Egmating-Oberpframmern einziehen werden, bereits Ende 2019 bezugsbereit.

„Wir sind gut im Zeitplan“, berichtet der Bürgermeister stolz. Der doppelt nutzbare Neubau ist mit Keller, Erdgeschoss, erstem Stock und ausgebautem Dach geplant. „Im Erdgeschoss kommt das Rathaus rein – mit Sitzungssaal, kleinem Besprechungsraum, einem Archiv und Büros für Bürgermeister und Sekretärin“, freut sich Eberherr. Im Obergeschoss entstehen für die Grundschule zwei Klassenzimmer, ein Lehrerzimmer und diverse Nebenräume, in den Keller kommt – ebenfalls für die Schule – eine Mensa samt Küche.

„Wir hoffen darauf, dass eine Ganztagesschule genehmigt wird“, sagt der Bürgermeister und klärt über den Hintergrund auf: „Die Eltern drängen darauf, weil eine Ganztagschule kostenfrei für sie ist, beim Hort fallen Gebühren an.“ Ins Dachgeschoss der „Rathaus-Schule“ baut die Gemeinde zwei Wohnungen ein, eine 3-Zimmerwohnung und eine mit eineinhalb Räumen.

Werden es Wohnungen nach dem sozialen Wohnungsbau? „Nein, keine Sozialwohnungen, der Mietzins wird somit auch nicht extrem günstig werden, aber unsere Gemeinde vermietet zu anständigen Preisen“, betont Eberherr. Den Teil des Neubaus, in dem das Rathaus einzieht, stemmt die Gemeinde komplett aus eigener Tasche. Für die neuen Schulräume bekommt Egmating zirka 300 000 Euro an Fördermitteln. Gesamt sind die Kosten für das Objekt mit 2,9 Millionen Euro geschätzt, die sind laut Eberherr im Haushalt 2018 eingestellt. „Verbraucht davon haben wir bisher eine Dreiviertel Million“, sagt der Bürgermeister. Handwerker für den Neubau zu finden, war nicht so einfach. Auch bei den Arbeiten, die kürzlich erst vergeben worden sind, wie der Dachstuhl, rannten die Betriebe der Gemeinde die Tür nicht ein. „Teilweise hat sich nur ein Betrieb auf eine Ausschreibung beworben, früher waren das 15 bis 20 Bewerber.“

Als nächstes wird der Dachstuhl gebaut, die Hebfeier plant das Gemeindeoberhaupt für Februar/März 2019. Wenn das Haus bezugsfertig, und damit die Schule mit zwei Klassen eingezogen ist, beginnt die Gemeinde mit der Generalsanierung des alten Schulgebäudes. „Stockwerk weise, damit weiter unterrichtet werden kann“, blickt der Bürgermeister in die Zukunft. Eberherr spekuliert, dass künftig eventuell statt zwei – dann drei Klassen jeder Jahrgangsstufe gebildet werden müssen. „Wir haben bis jetzt Anfang Dezember schon 20 Geburten alleine in Egmating.“

Den Hintergrund des Geburtenanstieges sieht er darin, dass die Gemeinde in den letzten Jahren viel Wohnraum für junge Familien schuf. „Im Einheimischen- Gebiet in Ried wohnen viele junge Familien, im Schloss Egmating sind 60 neue Wohnungen und wir planen weitere Gebiete mit günstigem Baugrund nach dem Einheimischen-Modell.“

Susann Niedermaier

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