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Im Anschluss an die bestehende Bebauung im Wolframsweg sollen die neuen Häuser entstehen. 

Auch Einheimische sollen zum Zug kommen

In Egmating entsteht neues Bauland

Ein neues Wohngebiet soll in Egmating am Wolframsweg entstehen, es soll an die bestehende Bebauung angrenzen. Dazu gaben die Gemeinderäte in jüngster Sitzung grünes Licht, das Gremium stimmte jetzt einstimmig der Aufstellung des notwendigen Bebauungsplanes zu.

Egmating – Weil das neue Baugebiet direkt an die bestehende Bebauung anschließen wird und die Größe der neuen Fläche unter 10 000 Quadratmetern liegt, kann noch das beschleunigte Verfahren angewendet werden, informierte Bürgermeister Ernst Eberherr (CSU).

Zum Wasserschutzgebiet gab Eberherr folgende Information: „Ursprünglich lag das Gelände Wolframsweg nicht im Wasserschutzgebiet Egmating-Oberpframmern, durch die Änderung des Wasserschutzgebietes liegt die gesamte Fläche jetzt aber im Schutzgebiet. Vorher gab es ein kleines Eck, das überhaupt nicht drinnen lag, da wollten wir Tiefenversickerung machen – das Stück liegt jetzt aber auch im Wasserschutzgebiet.“

Das Thema Wasser hat im neuen Baugebiet eine weitere Komponente: „Wir haben da dauernd Überschwemmung“, gab das Gemeindeoberhaupt zu verstehen. „Das Problem der Oberflächenentwässern müssen wir zuerst in Angriff nehmen. Wir dürfen dabei aber nicht nur dieses Baugebiet betrachten – sondern alles.“

Die Fläche soll der Wohnbebauung dienen, die Nutzung ist folgendermaßen deklariert: im Norden Wohnbaugrundstücke, im Osten Wohnbebauung und landwirtschaftliche Flächen und sowohl im Westen wie im Süden Wohnbebauung. Von einer Umweltprüfung und einem Umweltbericht wird abgesehen, das ist im beschleunigten Verfahren möglich.

Wie der Bürgermeister mitteilte, wird mit der Ausarbeitung der Pläne das Moosacher Architektur- und Planungsbüro Hans Baumann beauftragt, die Erschließungsplanung überträgt die Gemeinde dem Ingenieurbüro Putz in Grafing.

Gegenüber der Ebersberger Zeitung sagte Eberherr weiter,dass der größere Teil der neuen Bebauungsfläche am Wolframsweg zwei Erbengemeinschaften gehört, ein Teilstück (25 Prozent) hat die Gemeinde Egmating erworben.

Diese kleinere Fläche ist als Bauland für Einheimische gedacht. „Das werden zirka sieben bis acht Grundstücke, jeweils mit 400 bis 500 Quadratmetern Fläche, auf den einzelnen Flächen könnten Einfamilienhäuser gebaut werden. Falls ein Doppelhaus gebaut werden soll, müssen sich dazu zwei Grundstückseigentümer zusammenfinden.“ Eberherr hofft, dass dieser Bebauungsplan bis August 2019 den Weg durch die beteiligten Behörden findet – denn im Jahr 2020 endet die Möglichkeit, Baupläne im beschleunigten Verfahren durchzubringen.

Susann Niedermaier

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