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Schaufeln für die Zukunft (v.l): Stephan Zimmermann (Deutsche Glasfaser), Staatssekretär Hans Reichhart, Thomas Huber (MdL CSU), Doris Rauscher (MdL SPD), Landrat Robert Niedergesäß, Egmatings Bürgermeister Ernst Eberherr. 

Die Hälfte der Haushalte wird angeschlossen

Startschuss fürs Egmatinger Glasfaserkabel

Der Ausbau von schnellem Internet läuft in Bayern auf Hochtouren. Sagt die Staatsregierung. Egmating liegt gut im Rennen, rund 50 Prozent der Haushalte (circa 500) entschieden sich für das neue Gigabitnetz. Der Spatenstich zum Glasfaserausbauist getan, Finanzstaatssekretär Hans Reichhart eilte dafür herbei.

Egmating Bürgermeister Ernst Eberherr (CSU) bedankte sich beim Freistaat für die Fördermittel zum Ausbau des Breitbandausbaues. Bayern bezuschusst das Vorhaben in Egmating mit 400 000 Euro (Gesamtkosten ca. 500 000 Euro). „Kein Land stellt so viele eigene Mittel zur Verfügung, kein Land hat in so kurzer Zeit derart viele Projekte zum Laufen gebracht wie Bayern“, betonte Reichhart und erklärte: „Unsere massiven Vereinfachungen des Programms, die bessere Beratung und die Erhöhung der Fördersummen zeigen deutlich Wirkung.“

Der Ausbau von schnellem Internet in ganz Bayern ist das wichtigste Infrastrukturprojekt der Staatsregierung. Neun von zehn Haushalten in Bayern sind inzwischen angeschlossen, Ziel sind hochleistungsfähige Breitbandnetze mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s. Hierfür stellt der Freistaat Bayern bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Bayernweit sind bereits 98 Prozent aller Kommunen in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. 1726 Kommunen starten mit einer Gesamtfördersumme von rund 808 Millionen Euro in die Bauphase.

„Nur wo Breitband vorhanden ist, werden Arbeitsplätze entstehen und erhalten. Die Breitband-Infrastruktur ist ein entscheidender Faktor für gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern, wie für Arbeitsplätze, Tourismus oder Telemedizin. Der Anschluss an die Datenautobahn stärkt die ländlichen Regionen und die Heimat“, unterstrich Reichhart.

Am 1. Juli 2017 startete mit dem „Höfe-Bonus“ die nächste Stufe der bayerischen Gigabit-Initiative. Durch dieses Programm sollen vor allem dünn besiedelte Flecken Bayerns mit schnellem Internet erschlossen werden sollen. „Damit können Versorgungslücken insbesondere im Außenbereich geschlossen werden“, so Reichhart.

Die Gemeinden in Oberbayern engagieren sich stark beim Breitbandausbau. Mit 478 Gemeinden befinden sich in Oberbayern 96 Prozent im Förderverfahren. 400 Kommunen wurde inzwischen eine Fördersumme von insgesamt 180 Millionen Euro zugesagt. Ein Großteil der Fördermittel von maximal rund 365,7 Millionen Euro für Oberbayern ist aber noch offen. „Investieren Sie weiter in den zukunftsweisenden Ausbau des schnellen Internets und schließen Sie auch kleine Ortschaften an“, appellierte Reichhart abschließend. Die Bauphase zum Glasfaserausbau in Egmating soll in 18 Monaten beendet sein, die Bürgersteige werden für die Bauarbeiten komplett geöffnet werden müssen.

Susann Niedermaier

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