Eine Gemeinde will wachsen

Hohenlinden - Familienfreundlicher will die Gemeinde Hohenlinden werden. Sie will die Kinderbetreuung ausbauen, und Neubaugebiete ausweisen.

Hohenlinden will insbesondere für junge Familien attraktiver werden. Seit Wahlkampfzeit ist, taucht dieses Thema mehr und mehr auf den Agenden der kommunalpolitischen Gruppierungen auf. Schulleiterin Annett Taubert-Striese machte bei einem Ortstermin des Gemeinderats in der Schule ziemlich deutlich klar, dass ein attraktives Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen von der Krippe bis zur Mittagsbetreuung für viele junge Familien ausschlaggebender Faktor ist bei der Entscheidung, in eine Gemeinde zu ziehen oder nicht. Angebot schaffe Nachfrage, bemerkte sie. Und verwies auf das Beispiel Forstern.

Angebot schafft Nachfrage: dieses ökonomische Grundprinzip soll nun verstärkt auch berücksichtigt werden, was die Ausweisung von Neubaugebieten angeht. Mitte letzten Jahres, so erklärte Bürgermeister Ludwig Maurer, seien fast keine Nachfragen nach neuen Baugrundstücken vorhanden gewesen. Deshalb habe das politische Bemühen nach einem weiteren Einheimischenmodell und nach Baulandausweisung weitgehend geruht.

Aktuell schaut die Lage aber wieder anders aus. Rund zehn Anfrage geben es derzeit, verriet der Geschäftsführende Beamte Lorenz Kirmair im Plenum, als dort über ein Neubaugebiet an der Münchner Straße westlich der Flurstraße gesprochen wurde. Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum hatte dazu einen ersten Vorschlag zu Papier gebracht, der jedoch den Vorstellungen der Mandatsträger keineswegs entsprach. Weniger Reihenhäuser, dafür mehr Doppelhaushälften und Einzelanwesen; das war dann auch der eindeutige Arbeitsauftrag des Rates an die Planer. Die Bautätigkeiten der letzten Jahre hätten gezeigt, dass in Hohenlinden der Bedarf an Reihenhäusern kaum bis gar nicht vorhanden sei, hieß es weiter. "Warum orientieren wir uns nicht an dem, was wir in der Ahornstraße oder in der Buchenstraße gemacht haben?'', fragte ÜWH-Mandatsträger Alfons Nagl.

Das geplante Baugebiet am westlichen Ortsrand ist auch aus anderen Gründen nicht ganz unproblematisch. Nach Norden hin will und darf man nicht zu nah an das Gewerbegebiet Altmühlhausen kommen. Dass beides einmal zusammenwächst, ist nicht vorgesehen. Nach Süden hin gibt es die (demnächst hoffentlich ehemalige) B 12. Hier, in unmittelbarer Nähe zur Münchner Straße, sind aus Lärmschutzgründen wohl nur kleine Gewerbebetriebe vorstellbar. Doch die, so 2. Bürgermeister Martin Hubner, brauche im Moment kein Mensch in so kleinen Gemeinden wie Hohenlinden. Vier Meter hohe Schutzwände vor Wohnungen aber sind politisch ebenfalls unerwünscht. Die Suche nach einem tragfähigen Kompromiss hat erst begonnen.

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