Ein Baustellenschild vor einem Rohbau.
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Wie man auch rechnen: Immobilieneigentum im Landkreis Ebersberg bleibt für viele unerschwinglich.

So viel kostet der durchschnittliche Einfamilienhaus-Neubau im Landkreis

Immobilien im Landkreis Ebersberg: Die Preiskurve flacht ab

  • Robert Langer
    vonRobert Langer
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Ist die Preisspirale nach oben gestoppt oder handelt es sich nur um eine kleine Delle? In den vergangenen Jahren kletterten die Immobilienpreise immer weiter nach oben. Nach einer Studie des Internetanbieters ImmoScout 24 hat sich zumindest der Anstieg der Kosten für ein Eigenheim verringert.

Landkreis - Demnach kostet ein durchschnittliches Neubau-Einfamilienhaus im Landkreis im Jahr 2021 rund 1,04 Millionen Euro. Das sind um 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwischen 2018 und 2019 habe der Zuwachs im Landkreis 6,2 Prozent betragen. Die durchschnittlichen Hauspreise beziehen sich in dieser Studie auf ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmeter Wohnfläche, erbaut in den vergangenen zwei Jahren auf 600 Quadratmetern Grund und mit gepflegter Ausstattung. In der Analyse wurden laut ImmoScout 24 alle Häuser berücksichtigt, die zum Kauf in München und Umgebung in den vergangenen zwei Jahren auf der Internet-Plattform angeboten wurden.

Rosenheim und Erding günstiger

Zum Vergleich: Im Nachbarlandkreis Rosenheim liegt der Eigenheim-Durchschnittspreis nach dieser Studie bei 883 138 Euro (Wachstum zum Vorjahr ein Prozent, Preiswachstum Ende 2018 bis Ende 2019 9,8 Prozent). Im Landkreis Erding wird ein Durchschnittspreis von 774 152 Euro festgestellt (Wachstum zum Vorjahr 1,4 Prozent, Preiswachstum Ende 2018 bis Ende 2019 9,2 Prozent). Im Landkreis München liegt der Durchschnitts preis mit 1,28 Millionen Euro über dem Landkreis Ebersberg. Jedoch rangiert die Preis-Steigerungsquote bei 0,4 Prozent und damit niedriger als im Landkreis Ebersberg. In der Landeshauptstadt München wird beim Internetportal aktuell keine Preissteigerung mehr verzeichnet. Die Anschaffungskosten liegen hier jedoch mit rund 1,49 Millionen Euro für das Referenzobjekt deutlich über dem Ebersberger Wert.

Gute Situation für Verkäufer

„Der Preisanstieg hat sich bei uns etwas abgeflacht“, sagt Markus Schmid von Immobilien Weidlich in Kirchseeon. Für die Verkäufer sei die Situation weiterhin sehr gut. Der Trend, von der Stadt auf das Land ziehen sei ungebrochen, sagt Andreas Scherer, Immobilienexperte der Alxinger-Brucker Genossenschaftsbank. Das könne sich möglicherweise durch noch mehr Home-Office-Möglichkeiten verstärken. Derzeit sei der Immobilienmarkt etwas verhalten, möglicherweise auch durch Verunsicherungen wegen Kurzarbeit oder die Angst um den Arbeitsplatz. Die Anfragen hätten kaum nachgelassen, sagt Waltraud Grabl (Remax Grafing). Es gehe vielen auch weiterhin um die Sicherheit einer eigenen Immobilie.

Fest steht, dass es bei den hohen Immobilienpreisen im Landkreis Ebersberg deutliche Unterschiede gibt. Zunächst waren beispielsweise die Kosten für unbebaute Grundstücke im Norden, im Westen und in der Mitte des Landkreises in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Inzwischen haben aber auch der Süden und der Osten des Landkreises angezogen.

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