Feuerwehr und Rotes Kreuz am Eingang des Hauses, in dem ein Spengler einen Brand ausgelöst hatte. Foto: jro

Einsatz im Birkenhof: Feuer am Dach

Zorneding - Große Aufregung am Montag gegen 10 Uhr am Birkenhof in Zorneding. Bei Arbeiten am Dach eines Hauses war in ein Feuer ausgebrochen.

Ein 38-jähriger Spengler aus dem Raum München verschweißte laut Polizei im Rahmen einer Fassadenrenovierung mit einem Bunsenbrenner Bitumienmaterial zur Abdichtung einer Balkongaube. Er bemerkte nicht, dass sich der mit Kupferblech ummantelte Holzrahmen der Gaube entzündete und es zu einem Schwelbrand kam. Dieser fraß sich aufgrund Kaminwirkung im Innern der Kupferummantelung nach oben bis zum Dach der Gaube. Erst durch die starke Rauchentwicklung am Dach wurde der Brand durch andere Arbeiter im Haus bemerkt. Mehrere Kollegen des Spenglers versuchten noch, den Brand mit einem Feuerlöscher zu einzudämmen, konnten jedoch nichts ausrichten. Die zwischenzeitlich alarmierte Feuerwehr bekämpfte den Brand, wobei die komplette Kupferverkleidung der Gaube weggerissen werden musste. Die 45 eingesetzten Feuerwehrleute konnten den Schwelbrand löschen, ohne dass größerer Schaden entstand.

Die Feuerwehrler waren mit Atemschutz im Gebäude. Auch die Wohnungen im Haus wurden überprüft. Weil sich in der Wohnung direkt unter dem Brandherd niemand meldete, wurde die Eingangstüre von der Feuerwehr geöffnet. Es hätte ja sein können, dass ein Bewohner durch den entstandenen Rauch ohnmächtig geworden war. Das war glücklicherweise nicht der Fall. Bei der Öffnung der Eingangstüre waren Polizeibeamte dabei, damit die Einsatzkräfte der Feuerwehr später keine Probleme bekommen.

Zehn Arbeiter waren auf der Baustelle, als das Feuer ausbrach. Sechs von ihnen, im Alter von 24 bis 28 Jahren, mussten laut Polizei nach einer ersten Untersuchung vor Ort durch einen Notarzt und Sanitäter mit Rettungswägen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Sie waren leicht durch Einatmen von Rauchgas beziehungsweise Löschschaum verletzt worden.

Im Einsatz waren neben Rotem Kreuz und Polizei die Feuerwehren aus Zorneding, Pöring, Eglharting und Buch (Gemeinde Kirchseeon). Die Einsatzleitung hatte Florian Wagner von der Feuerwehr Zorneding. Gegen 10.30 Uhr war das Feuer gelöscht. Die meisten Einsatzkräfte konnten wieder abziehen.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren konnte laut Polizei ein größeres Unglück und höherer Schaden vermieden werden. Der Schaden an der Gaube beträgt laut ersten Schätzungen rund 3000 Euro.

Gegen den Spengler, der den Schwelbrand verursachte, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet.

Für die Feuerwehr Zorneding war es an diesem Tag bereits der zweite Einsatz. Schon um 7 Uhr wurden die Floriansjünger zu einem Unfall auf der Umfahrung gerufen. Zwei Autos waren zusammengekracht, Öl lief aus. „Wir waren nach fast drei Stunden gerade fertig und hatten eingepackt, da kam schon der nächste Alarm“, erzählte Einsatzleiter Florian Wagner.

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