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Einsatz für die geliebte Sprache

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„Des macht mir richtig Freid“: Annemarie Röhrl. Foto: jro
„Des macht mir richtig Freid“: Annemarie Röhrl. Foto: jro

Zorneding - Annemarie Röhrls Herz schlägt für die Familie, ihre Zornedinger Heimat und - seit neuestem - für den Förderverein Bairische Sprache und Dialekte (FBSD).

Das wäre an und für sich nichts Ungewöhnliches. Annemarie Röhrl ist trotzdem eine ungewöhnliche Frau. Sie ist das 300. Mitglied des FBSD, Landschaftsverband Ebersberg-Erding.

Nach dem Tod ihres Mannes vor wenigen Wochen ließ sich die 75-Jährige von ihrem Sohn Alois dazu überreden, die Jahreshauptversammlung des FBSD in Anzing zu besuchen.

Vorstand Franz Bader wies in seinem Rechenschaftsbericht mehrmals auf einen kleinen „Schönheitsfehler“ hin: „Unserem Landschaftsverband gehören genau 299 Mitglieder an. Ich hoffe doch sehr, dass wir heute Abend unser 300. Mitglied begrüßen können.“ Sprach’s und fand Gehör bei Annemarie Röhrl. „Des macht mir richtig Freid“, erklärte die rüstige Seniorin, die beim anschließenden Musikantenstammtisch ein klein wenig die Trauer über den Tod ihres Mannes Alois vergisst. Die Freude war umso größer, als sie den Ebersberger Mundartdichter und Merkur-Hauspoet Herbert Schneider trifft. Beide verbrachten ihre Kindheit im Münchner Westend (Schwanthaler Höh’), beide gehören jetzt dem gleichen Verein an. „Und das ist eine gute Sache“, macht die 75-Jährige aus ihrer Einstellung keinen Hehl. Ihrem verstorbenen Mann hätte es ganz bestimmt gefallen, dass seine Annemarie sich so sehr für Land, Leute und deren Sprache einsetzt, die als der schönste Dialekt der Welt gilt.

Von Johannes Danner

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