Die neue Zornedinger Turnhalle wird trapezförmig errichtet. Die Kosten werden auf rund 3,6 Millionen Euro veranschlagt. Plan: Palais Mai

Eitel Sonnenschein beim Thema Dreifachturnhalle

Zorneding - Beim Thema Dreifachturnhalle herrscht im Zornedinger Gemeinderat wiederweitgehend Einigkeit. Bei nur zwei Gegenstimmen wurde der Planentwurf des Büros „Palais Mai“ gebilligt und der dazugehörende Bebauungsplan auf den Weg gebracht.

„Die haben das schon gut drauf“, sagt der Leiter des Zornedinger Technischen Bauamts, André Younes. Denn jetzt sieht alles nach eitel Sonnenschein aus, nachdem es vor Monaten im Gemeinderat noch ganz andere Stimmen gegeben hatte. Anlass war damals zum einen die Situierung der Parkplätze. Aber auch, weil eine alte Müllkippe unter dem Gelände vermutet wurde. Deren Ausmaße haben sich aber inzwischen als so gering herausgestellt, dass sie den genauen Standort der Halle nicht tangieren.

„Wir hätten also eigentlich mit dem ursprünglichen Bebauungsplan, also ohne eine Verschiebung der Halle, leben können“, bilanzierte Younes in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Denn keine zwei Meter hat man jetzt die Halle verrückt. Freilich wurde dadurch Zeit verloren. Die Ausschreibung der Arbeiten soll nun erst im nächsten Sommer erfolgen. Gebaut wird dann im Jahr 2013, zu dessen Ende dann alles fertig sein soll. Also ein Jahr später als geplant.

Die Halle wird trapezförmig und 40 Meter breit. Die Längsseiten messen 62 beziehungsweise 55 Meter. An Kosten sind 3,6 Millionen Euro veranschlagt. Sie bekommt drei 45 auf 27 Meter große Spielfelder und hat mit Konditionsraum, Gymnastikraum und andere Nebenräumen dann eine Grundfläche von etwa 2500 Quadratmeter.

Der verlorenen Zeit gewinnt Younes auch Positives ab. „Wir optimieren laufend“, sagt der Bau-Ingenieur und nennt das Zusammenspiel von künftigen Nutzern, Gemeinde und Planern eine „konstruktive Zusammenarbeit“.

Die findet zudem vor einem ganz besonderen Hintergrund statt. Denn der Gemeinderat hat ja beschlossen, das Bauwerk entsprechend dem „Gütesiegel für nachhaltiges Bauen“ zu erstellen. Begleitet wird man dabei von der Technischen Universität München und dem Fraunhofer Institut.

Zudem bekommt die Halle wahrscheinlich ein leicht geneigtes Flachdach. Damit wird die Option freigehalten, auf ihr, wie auf der in Pöring entstehenden neuen Kindertagesstätte, großflächig Sonnenkollektoren zu montieren.

Wie die Halle ganz genau ausschauen wird, entwickele sich während des nun eingeleiteten Bebauungsplanverfahrens, wurde in der Sitzung vermerkt. Jedenfalls scheint die Wunschliste der künftigen Nutzer und der anderen Beteiligten gefüllt zu sein. Festgezurrt wurden jetzt die Parkplätze entlang der früheren Bucher Straße und damit weiter abgerückt vom Eingang. Um aber möglichst wildes Parken auf der früheren Bucher Straße zu vermeiden, wird die Zufahrt zur Halle über die heute eher noch einem Feldweg ähnelnde Anbindung über den Wertstoffhof geschehen.

Entlang der früheren alten Bucher Straße führt der Geh- und Radweg, sodass die radelnden Sportler nicht über die Parkplätze zur Turnhalle strampeln müssen. Zudem wurde in den Bebauungsplan noch eine Anregung der Feuerwehr aufgenommen, die Halle deshalb auch als Möglichkeit zur Unterbringung von Menschen bei Evakuierungen in Katastrophenfällen gebaut. Praktisch bedeutet dies, dass die Feuerwehrzufahrt und der Geh- und Radweg für einen reibungslosen Rundverkehr hergenommen werden können.

Von Eberhard Rienth

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