+
Die Jubilarin mit Bürgermeister Georg Reitsberger (rechts) und Franz Bichlmeier, dem Vorsitzenden des Gartenbauvereins.

Elisabeth Rohrmayer 90

Fleißiges Lieserl des Gartenbauvereins

Ihr Kosename lautet „fleißiges Lieserl“ und selbst mit 90 Jahren ist Elisabeth Rohrmayer noch immer rührig. Aus der Gemeinde Vaterstetten und vor allem dem Gartenbauverein ist ihr Engagement nicht wegzudenken.

Vaterstetten – Geboren wurde Elisabeth Rohrmayer 1927 in München als Tochter der Gastwirtsfamilie Hofmann, der vor dem Krieg vier Gaststätten gehörten. Nach Kriegsende blieb davon nur noch das Lokal „Alt-Giesing“ übrig. Doch Elisabeth wollte weg von der Gastronomie, am liebsten hätte sie das Friseurhandwerk erlernt, ihre Mutter sah sie lieber im Büro. Nach dem Pflichtjahr während des Krieges machte sie eine Ausbildung bei einer Versicherung und arbeitete schließlich bei der DAK, wo sie er bis zur Betriebsprüferin brachte.

Noch heute trifft sie sich einmal im Monat mit früheren Kollegen zum Stammtisch. Mit ihrem ersten Mann bekam sie Tochter Erika, doch ihr Gatte starb nach 16 Jahren Ehe. Später lernte Elisabeth ihren Lebensgefährten, den Informatikprofessor Fred Behringer, kennen, mit dem sie inzwischen schon 38 Jahre glücklich ist.

Im Jahr 1979 zog das Paar nach Vaterstetten, denn hier hatte Elisabeths Bruder ein Grundstück geerbt, auf dem er ein Doppelhaus baute. Er selbst wollte allerdings gar nicht einziehen, stattdessen zogen Elisabeth und Fred in die eine Hälfte, ihre Tochter Erika mit ihrer Familie in die andere.

Eine Zeitlang hatte Erika eine Untermieterin namens Karin, die spätere Gattin von Bürgermeister Georg Reitsberger. Da der sie häufig daheim besuchte, lernte er auch Erika und ihre Mutter Elisabeth kennen und warb beide für den Verein für Gartenbau und Ortsverschönerung an, dessen Vorsitzender Reitsberger damals war.

Elisabeth war 1985 in Ruhestand gegangen und stürzte sich mit Feuereifer in die neue Aufgabe. Sie übernahm das Amt des Kassiers und arbeitete sich dafür mit Freds Hilfe in die Welt der Computer ein, so dass die Kassenführung und Mitgliederbetreuung des Vereins komplett auf EDV umgestellt werden konnten. Außerdem stieg dank ihrer fleißigen Werbung die Zahl der Mitglieder von 214 auf über 500. Außerdem organisierte sie Diavorträge und zahlreiche weitere Veranstaltungen, darunter 1986 den Woll- und Leinenmarkt, den Vorläufer des heutigen Wollmarktes.

Franz Bichlmeier, der heutige Vereinsvorsitzende, erzählt schmunzelnd: „Als ich zum Verein kam, wusste ich erst gar nicht, wer da der Chef ist: der Schorsch oder die Liesl.“ Auf jeden Fall sei Rohrmayer ein Riesengewinn für den Verein: „Unsere Einnahmen haben sich durch sie vervielfacht.“ Dankbar ist ihr aber auch die Freiwillige Feuerwehr Vaterstetten, die von ihr eine großzügige Spende zur Anschaffung eines Kommandoeinsatzwagens erhielt.

Vor gut drei Jahren bekam Rohrmayer für ihre Verdienste den Wappenlöwen der Gemeinde Vaterstetten, außerdem ist sie längst Ehrenmitglied des Gartenbauvereins. Und so wurde auch ihr runder Geburtstag mit 70 Gästen ordentlich gefeiert.

Von Susanne Edelmann

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gefährlicher Einsatz auf Schwimmbagger
Stromschlaggefahr und mehr! Das hätte  übel ausgehen können: Die Feuerwehren Pliening und Landsham wurden zu einem Einsatz der besonderen Art gerufen, auf einen …
Gefährlicher Einsatz auf Schwimmbagger
Alle Jahre wieder
Bereits zum 8. Mal hat das Bauzentrum kurz vor Weihnachten einen Verein in Poing beschenkt. Dieses Jahr die Pfadfinder.
Alle Jahre wieder
Drei Bahnhöfe im Landkreis Ebersberg bekommen Hublifte
Er hatte nicht locker gelassen und der Einsatz des Grafinger CSU-Landtagsabgeordneten Thomas Huber hat sich gelohnt: Eine Lösung für den barrierefreien Zustieg zu den …
Drei Bahnhöfe im Landkreis Ebersberg bekommen Hublifte
Wäschetrockner geht in Flammen auf: Aßlinger Mutter rettet ihre Kinder
Großes Glück haben eine Mutter und ihre beiden Kinder bei einem Brand in Aßling gehabt.  Gegen 7 Uhr war es  am Mittwoch, 12. Dezember, zu dem Feuer in einem Kellerraum …
Wäschetrockner geht in Flammen auf: Aßlinger Mutter rettet ihre Kinder

Kommentare