Gemeinderat Peter Streu will nicht mehr mit der Opposition streiten. foto: sro

Gemeinderat Peter Streu tritt zurück

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Emmering - Ein alter Konflikt kocht wieder hoch und lässt den Emmeringer Gemeinderat nicht zur Ruhe kommen.

Peter Streu von den „Bürgern für Emmering“ (BfE) reicht es nun. Er tritt von seinem Mandat zurück. „Ich packe es nervlich nicht mehr“, erklärt Streu, dass ihm die tiefen Gräben zwischen BfE und CSU/FWG die Freude an der Arbeit im Gremium verleidet hätten.

Das Fass zum Überlaufen brachte nun wohl ein Antrag auf eine überörtliche Sonder-Rechnungsprüfung. Der kam auf Betreiben von CSU-Gemeinderat und Vize-Bürgermeister Martin Killi auf die Tagesordnung. Zuvor war im Rechnungsprüfungsausschuss der Gemeinde Kritik an der Abrechnung verschiedener Baumaßnahmen laut geworden.

Streus Fraktionskollege und Bürgermeister Max Maier vermutet, dass es dabei hauptsächlich um die Sanierung der Schule im Jahr 2012 geht, an der Streus Baufirma ebenfalls beteiligt war.

Die Renovierungskosten seien nachträglich gestiegen, weil die Arbeiten Schwachstellen im Keller des Gebäudes ans Licht gebracht hätten, die ohne weiteren Beschluss behoben worden seien. „Sonst hätten wir später wieder alles aufgraben müssen“, rechtfertigt sich Maier und betont: „Ich kann das verantworten.“ Er kritisiert, dass der Rechnungsprüfungsausschuss mit der Problematik nie im Gemeinderat vorstellig geworden sei.

Killi dagegen will den Antrag nicht als Kritik an Bürgermeister oder Verwaltung verstanden wissen: „Es muss eine Klärung der offenen Punkte her. Dabei möchten wir Unterstützung.“ Dem pflichtet auch FWG-Gemeinderat Max Wagenpfeil bei: Möglicherweise seien Baumaßnahmen „von den Beschlüssen nicht immer richtig gedeckt“ gewesen, dies solle nun untersucht werden.

Streu hingegen vermutet, dass die Opposition mit dem Antrag Rathauschef Maier „nur wieder ans Schienbein hauen“ wolle. Nachrücken in den Gemeinderat soll für ihn sein Fraktionskollege Franz Sporer.

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