Glücklich und zufrieden präsentiert Brigitte Schulz ihren Wohnungsschlüssel. Die Poingerin zieht in diesen Tagen in soziale Wohnungsanlage im Zauberwinkel ein. foto: dz

Endlich ein bezahlbares Zuhause

Poing - Die Wohnungsgenossenschaft Ebersberg eröffnet Quartier in Poings Zauberwinkel - Sechs Euro Durchschnittsmiete pro Quadratmeter.

Freitag, der 24. Juli, war ein schöner Tag für Brigitte Schulz. An diesem Tag hat die Poingerin den Schlüssel für ihre neue Wohnung erhalten. „Endlich“, sagt sie und lobt Bürgermeister Albert Hingerl, Landrat Robert Niedergesäß und Ulrich Krapf in den höchsten Tönen. Dafür, dass sie als Hauptverantwortliche dieses Wohnquartier an der Bergfeldstraße, in Poings Zauberwinkel, haben entstehen lassen. Gestern Nachmittag haben die drei Angesprochenen die Sozialwohnungen offiziell eröffnet.

17 Wohnungen und fünf Reihenhäuser sind hier im sozialen Wohnungsbau entstanden. Die durchschnittliche Monats-Kaltmiete beträgt sechs Euro pro Quadratmeter. „Dies ist nur möglich dank der Zuschüsse der Regierung von Oberbayern, des Landkreises Ebersberg und der Gemeinde Poing“, sagt Krapf, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg eG (GWG), bei der Eröffnung. Rundherum herrscht reger Betrieb - einige der neuen Mieter schleppen Umzugskartons in ihre Wohnungen.

Brigitte Schulz noch nicht. Sie hat sich erstmal den Schlüssel abgeholt. „Umziehen werde ich nächste Woche“, kündigt sie an und blickt glücklich von ihrem Balkon im zweiten Stock. Insgesamt sind es 63 Personen, die in diesem Quartier ihr neues Zuhause gefunden haben. „Darunter sehr viele Kinder“, berichtet Krapf. Die dürfen schon bald, nachdem der Rasen gewachsen ist, den Spielplatz im Innenhof benutzen.

5,4 Millionen Euro hat das Projekt insgesamt gekostet, berichtet der GWG-Vorstandsvorsitzende. Entstanden sind 1669 Quadratmeter Wohnfläche, das Grundstück selbst ist 3489 Quadratmeter groß. „Es ist eine hochwertige Anlage“, sagt Krapf.

In einer kurzen Ansprache dankte Landrat Niedergesäß gestern Poings Bürgermeister Hingerl „für die super Kooperation zwischen Landkreis und Gemeinde“. Beim sozialen Wohnungsbau im Landkreis sei Poing besonders engagiert. „Dieses Projekt möge Vorbild für andere Kommunen sein“, hofft Niedergesäß.

Mit Blick auf die Neubaugebiete Zauber- und Seewinkel sowie auf die noch folgenden Quartiere W7 und W8 entgegnete Hingerl, dass es ihm und dem Gemeinderat wichtig sei, „dass wir die Menschen nicht vergessen, die sich die Miete hier nicht leisten können“. Der Bauantrag für eine weitere Wohnanlage der GWG ist bereits in Bearbeitung. Diese wird gleich in der Nachbarschaft, ebenfalls an der Bergfeldstraße, entstehen. Die Nachfrage ist groß. „Die Wohnungen jetzt hier waren alle schon vor Fertigstellung der Anlage vergeben“, berichtet Ulrich Krapf. Neben ihm steht Brigitte Schulz, nickt und lächelt glücklich. Armin Rösl

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