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Energiepreis geht nach Glonn

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Regionalmanager Augustinus Meusel (links) überreicht den ersten Preis aus Claudia und Stefan Wäsler sowie Claudia und Martin Sigl aus Glonn.  Foto: Stefan Rossmann
Regionalmanager Augustinus Meusel (links) überreicht den ersten Preis aus Claudia und Stefan Wäsler sowie Claudia und Martin Sigl aus Glonn. Foto: Stefan Rossmann

Landkreis Ebersberg - Aller guten Dinge sind drei. So ist es auch beim Energiepreis, den der Landkreis seit 2009 immer im Herbst vergibt. Bei einer Feierstunde im Landratsamts wurden die Gewinner 2011 geehrt.

Mit dem Preis werden beispielhafte Ideen auf dem Gebiet der Energieeinsparung und der Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes ausgezeichnet. Landrat Gottlieb Fauth (CSU) erinnerte an das 2006 vom Kreistag beschlossene Aktionsprogramm, um bis zum Jahr 2030 unabhängig von fossilen Brennstoffen und anderen endlichen Energieträgern zu werden. Dies sei „ein hehres Ziel“. Private Haushalte, Handwerk, Mittelstand und Forstwirtschaft seien wie die öffentliche Hand aufgerufen, „dazu ihren ganz persönlichen Beitrag zu leisten“.

Fauth sprach bei den eingereichten Bewerbungen von einer „Vielfalt von Projekten“. Diese zeige, dass der Kreistag in seinem Bemühen um Energieeinsparung und Energieeffizienz mit der im November 2008 ersten Auslobung des Energiepreises „nicht ganz falsch gelegen“ sei.

In Anwesenheit der Jury-Mitglieder, darunter Klimaschutzmanager Hans Gröbmayr und etlicher Bürgermeister, wurden die Preisträger vom Landrat und Augustinus Meusel, der im Landratsamt für Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement zuständig ist, geehrt. Der mit 1500 Euro dotierte erste Preis ging an Landwirt Martin Sigl und Heizungsbauer Stefan Wäsler. Mit ihrer „Bioenergie Reinsdorf-Steinhausen“ erzeugen die Glonner laut Jury „in einem beispielgebenden Zusammenwirken Strom und Wärme“. Zugrunde liege ein überzeugendes Gesamtkonzept. Hervorzuheben sei die Einspeisung von überschüssiger Wärme in ein Nahwärmenetz sowie die Holzvergasung, mit der aktuell bei der Nutzung von alternativen Energieen die geringsten Erfahrungen bestünden. Der erzeugte Strom versorge derzeit 40 Haushalte. An das Nahwärmenetz seien 27 Haushalte und zwölf Gewerbebetriebe angeschlossen.

Den zweiten Preis (1000 Euro) heimsten Margit und Anton Soyer ein. Sie haben in Neuhausen, östlich von Ebersberg, eine Biogasanlage gebaut, die vor allem mit vorhandenen Materialien wie Gülle und Mist gespeist werde, ohne in großem Stil als Rohstoff extra Biomasse anzubauen. Die anfallende Abwärme werde zum einen für die Trocknung verwendet, zum anderen in ein Nahwärmenetz eingespeist, das derzeit zwei Einfamilienhäuser und einen weiteren Bauernhof versorge.

500 Euro gibt es für den dritten Preis. Er ging an den Architekten Thomas Strunz. Er zeichnet für das „Haus der Familie“ verantwortlich, das die Vaterstettener Pfarrei für ihren Hort und ihre Kindertagesstätte bauen ließ, in dem auch die beiden Pfarrsäle und Nebenräume untergebracht sind. Die neue Heizzentrale versorge weitere vier Pfarrgebäude in der unmittelbaren Umgebung. Sie wird laut Augustinus Meusel mit einer Hackschnitzel- beziehungsweise Holzpelletsheizung betrieben. Auf dem Dach seien 315 Quadratmeter Photovoltaikkollektoren installiert.

Von Eberhard Rienth

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