CSU erlebt ein Fiasko

Ebersberg - Mehr als ein Drittel der Stimmen weg, die Partei in den Zweitvoten unter 40 Prozent, die stellvertretende Ministerpräsidentin Christa Stewens schnitt kaum besser. Die Christsozialen erlebten im Landkreis ein Fiasko.

91 192 Wähler waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,4 Prozent und damit leicht höher als vor fünf Jahren (64,9 Prozent).

Die CSU kam bei den Zweitstimmen auf 39,7 Prozent. Das sind um 23,9 Prozentpunkte weniger als 2003. Damals hatte der Wert 63,6 Prozent betragen. Stewens als Direktkandidatin erreichte 42,5 Prozent. Vor fünf Jahren waren es noch 62 Prozent gewesen. Ihr persönliches Minus von 19,46 Prozentpunkten fiel geringer aus als das ihrer Partei. 25 338 Landkreisbürger sprachen Stewens ihr Vertrauen aus. Zumindest ihr Landtagsmandat ist damit gesichert.

Bei den Wahlen 2003 hatte die SPD deutlich verloren. Dieser Trend wurde gestoppt. Bei den Zweitstimmen blieb das Ergebnis mit aktuell 18,3 Prozent weitgehend gleich. Bärbel Narnhammer musste damals als Direktkandidatin deutliche Einbußen hinnehmen (18,5 Prozent), kam aber dennoch über die Liste in den Landtag. Das Ergebnis ihres Nachfolgers als Direktkandidat, Ralf Kirchner, ist mit 16,1 Prozent nochmals schlechter als damals das von Narnhammer. Sein Einzug in den Landtag ist höchst ungewiss.

Als einzige Partei, die derzeit im Landtag vertreten ist, legten die Grünen zu. Ihr Direktkandidat Bendikt Mayer erreichte 12,2 Prozent (Reinhard Öllerer 2003 9,7 Prozent). Bei den Zweitstimmen steigerten sich die Grünen noch deutlicher, kletterten von 9,7 Prozent im Jahr 2003 auf jetzt 14,5 Prozent.

Die größten Zuwächse verzeichnete allerdings die FDP. Spielten die Liberalen vor fünf Jahren trotz Zuwächsen mit 3,2 Prozent der Zweitsimmen noch keine Rolle, vervierfachten sie ihre Stimmenzahl fast auf jetzt 11,3 Prozent. Auch Thomas Fickenwirt als Direktkandidat kam mit 10,1 Prozent auf ein zweistelliges Ergebnis, ein Plus von rund 6,8 Prozentpunkten.

Deutliche Zuwächse zudem bei den Freien Wählern. Ihr Landkreisergebnis bei den Zweitstimmen liegt bei 8,1 Prozent, das sind um 6,2 Prozentpunkte mehr als 2003. Bei den Erstimmen liegt Direktkandidat Georg Reitsberger noch darüber und erzielte 10,6 Prozent. Damit platziert er sich vor dem FDP-Kandidaten.

Die Linken erreichte auf Anhieb 3,0 Prozent bei den Zweit- sowie 3,1 Prozent bei den Erststimmen. Ein Achtungserfolg auch für die ödp. Rosi Reindl aus Glonn kam als Direktkandidatin auf 2,3 Prozent, ihre Partei bei den Zweistimmen auf 1,9 Prozent. Die Bayernpartei landete bei 1,5 Prozent (siehe auch Kommentar).

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