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Näher an Eglharting heran wird wohl der Kiesabbau an der B 304 rücken.

An der B 304 zwischen Eglharting und Zorneding

Mehr Kies: Erweiterung der Abbaufläche auf den Weg gebracht

Der Gemeinderat Kirchseeon bringt eine erweiterte Abbaugenehmigung auf den Weg. Ausgebeutet werden soll bis zu zwölf Meter tief.  

Kirchseeon– Kiesabbau ist in Kirchseeon immer ein sensibles Thema. Denn die klaffende Wunde im Untergrund verschandelt nach Meinung Vieler die Landschaft und bringt Lkw-Verkehr. Jetzt könnte ein Flächenplus bei Eglharting mit dem größeren Bucher Abraumareal gegengerechnet werden. Der Vorschlag kam im Gemeinderat von Natalie Katholing im Namen der Grünen-Fraktion.

Anlass des Vorstoßes war ein Antrag der Ebersberger Firma Swietelsky. Die will ihrer knapp zehn Hektar großen Abbaufläche zwischen Bahnlinie und Bundesstraße sowie dem Discounter am Eglhartinger Ortsrand und der schon in der Gemeinde Zorneding beim Daxenberg gelegenen Kompostieranlage weitere 4,2 Hektar hinzufügen und bis zu zwölf Meter tief ausbeuten. Danach wird wieder rekultiviert. Die gesamte heute noch landwirtschaftliche Fläche zwischen Zorneding und Eglharting nördlich der B 304 würde dadurch zum potentiellen Kiesabbaugebiet.

In Erinnerung ist in Kirchseeon noch der harsche Protest, der sich 2009 mit 582 Unterschriften eines sogenannten Bürgerantrags – einer kleinen Form des Bürgerbegehrens – gegen den gewünschten Kiesabbau eines Moosacher Unternehmers südlich des Gymnasiums richtete. Und in Erinnerung ist auch noch der Protest im südlicher gelegenen Buch, weil die dortige Fläche der Münchner Kies Union „unzumutbar nah an die östliche Wohnbebauung“ heranreichen könnte. Dies miteinander zu verknüpfen, „ist unsere Idee“, versuchte Katholing eine vorschnelle Beschlussfassung über die beantragte Erweiterung der Kiesabbaufläche zu bremsen. „Wir sehen das nämlich etwas kritisch.“

Die Grünen hatten telefonisch recherchiert, bis hinauf zum Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München. Von dort kamen die Stichworte „sachbezogener Teilflächennutzungsplan“ sowie „Konzentrationsflächen“, mit denen man steuern könne. Und das solle man sich doch bitte überlegen. In Buch gehe es schließlich nicht nur um die Beeinträchtigung des Ortsbilds, sondern auch um den Wasserschutz. Eine Verkleinerung der dortigen Abbaufläche sei also immer positiv, „würde Buch entlasten“.

Sven Bittner von der SPD war es, der seine Grünen-Kollegin auf gemeindliche Taktik vor ihrer Zeit als Gemeinderätin verwies. Genau das habe man nämlich mit der ausschließlichen Ausweisung der Abbaugebiete in Eglharting und Buch gemacht, als es den Abraum beim Gymnasium zu verhindern gegolten habe.

Reaktion von Bürgermeister Udo Ockel (CSU): „Wir prüfen mal, ob das geht.“ Der Vorschlag der Grünen wurde in den Beschluss aufgenommen, dem das Ratsgremium dann zustimmte. Keinen Pferdefuß sah der Rathauschef in einem anderen Argument Katholings. Die jetzige Erweiterungsfläche in Eglharting tangiere nämlich eventuell eine Einmündungsmöglichkeit eines vielleicht später doch noch kommenden Straßentunnels unter der Marktgemeinde. Der Abbau der neuen Fläche werde sich über Jahre hinziehen, so Ockel, genauso wie die nächste Entscheidung für eine Verkehrsentlastung. „Bis dahin ist das alles wieder verfüllt.“

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