Bisher parken hier Autos. Das Grundstück, angrenzend an das Ebersberger Jugendzentrum, ist im Eigentum des Landkreises. Die Grünen regen an, über Büros für das Landratsamt an diesem Standort nachzudenken. Foto: S. Rossmann

Erweiterungspläne für Kreisbehörde

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Ebersberg - Kaum fertig und erweitert, hat das Landratsamt Ebersberg bereits wieder Erweiterungspläne.

Ein Gebäude in Modulbauweise am Ebersberger Jugendzentrum, um dort dringend benötigte Büros für das Landratsamt unterzubringen - das haben die Kreis-Grünen vorgeschlagen. Die Behörde reagierte am Freitag zurückhaltend. „Eine Bebauung des Grundstückes wäre aber grundsätzlich denkbar“, so die Antwort auf eine Anfrage der EZ.

Eine bisher nie da gewesene Personalsteigerung erwartet das Landratsamt im kommenden Jahr. 54 neue Stellen plus fünf Ersatzstellen sind vorgesehen, notwendig auch wegen der Flüchtlinge. Fragt sich nur, wohin mit den vielen zusätzlichen Mitarbeitern. Im Blick sind Räume im ehemaligen Postgebäude gegenüber des Landratsamtes. Auch an eine Aufstockung des Landratsamt-Parkdecks ist gedacht. Zur Debatte stehen zudem Container an der Realschule Ebersberg. Sie wurden während der dortigen Umbauphase als Klassenzimmer genutzt und müssten nun umgebaut werden. Das verursacht Kosten. Teuer dürfte auch eine notwendige Datenleitung werden.

Die Grünen stehen der geplanten Umgestaltung der Container an der Realschule „aus Qualitätsgründen, aber auch aus Kosten-Nutzen-Gründen skeptisch gegenüber“, sagt die Fraktionssprecherin im Kreistag, Waltraud Gruber. Sie will vom Landratsamt unter anderem wissen, wie der Heiz- und Kühlbedarf sowie das Raumklima der alten Container einzuschätzen sind. Und die Grünen bringen den Standort am Bahnhof ins Spiel. Sie fragen, ob bereits über eine Bebauung des 1000 Quadratmeter großen Grundstücks, das östlich an das Ebersberger Jugendzentrum anschließt, nachgedacht wurde, um die Raumnot des Landratsamtes in unmittelbarer Nachbarschaft zu lindern. Die Bebauung kann laut Grüne zum Beispiel in „Modulbauweise“ erfolgen. Module wurden kürzlich erst an der Kreisklinik für das „Pfarrer-Guggetzer-Haus“ verwendet, das aus 54 „Containern“ besteht.

„Eine Bebauung des Grundstückes würde einige Probleme mit sich bringen, die aber nicht unlösbar erscheinen“, heißt es aus dem Landratsamt. Als Beispiel für mögliche Probleme nannte die Behörde die Parkplätze, die nachgewiesen werden müssen. Positiv wird gewertet, dass sich das Grundstück im Besitz des Landkreises befindet. Skepsis allerdings beim Begriff „Modulbauweise“. Wenn damit ein „Containerbau“ gemeint sei, dann wäre die Position der Landratsamtes dazu „eher negativ“. Es sei nämlich damit zu rechnen, dass der Raumbedarf des Landratsamtes nicht nur übergangsweise bestehe.

Erst im Oktober vergangenen Jahres wurde das Landratsamt Ebersberg nach Umbau und Erweiterung offiziell eingeweiht. Schon im Februar herrschte erneut Platzmangel. „Wir stoßen im Landratsamt schon wieder an die Grenzen“, sagte damals Landrat Robert Niedergesäß. In der Behörde wurde nach Lösungen gesucht. Das war schon bevor sich die Situation wegen der Personalmehrung noch weiter verschärfte. „Lösungsvorschläge für die künftig zu erwartenden Raumprobleme werden in den kommenden Wochen und Monaten erarbeitet und in den zuständigen Ausschüssen diskutiert und entschieden“, heißt es aus dem Amt.

Von Robert Langer

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