Der Tatort: Hinter dem Käfer-Zelt fand die Messer-Attacke auf den Poinger statt. Foto: Strefan Dorner

Nach Messer-Attacke vor Käfer-Zelt

Ex-Nationalspieler Owomoyela zeigt Poinger an

Poing - Es gibt neue Details zur Messerstecherei vor dem Käferzelt: Der frühere Fußball-Nationalspieler Patrick Owomoyela (36) hat jetzt Anzeige gegen das Messer-Opfer erstattet.

Denn: Andreas R. (33) aus Poing soll den Ex-Profi von Borussia Dortmund am ersten Wiesn-Samstag übel rassistisch beleidigt und bedroht haben. Die Äußerungen des Brummi-Fahrers seien damit „die Ursache“ des heftigen Streits in der Nacht zum Sonntag gegen 0.30 Uhr gewesen, so Owomoyelas Anwalt, Frank Eckstein.

Im Zuge des Streits hatte eine Bekannte des Kickers, Sandra N. (33), außerhalb des Zeltes auf den Poinger mit einem Messer am Hals und in der Nierengegend eingestochen (wir berichteten). Jetzt sitzt die Freundin eines Hamburger Multimillionärs in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: versuchter Mord! Nach dem Vorfall war zunächst berichtet worden, Sandra N. hätte Owomoyela abfällig als Asylanten bezeichnet und den Streit ausgelöst.

Laut dem Ex-Kicker war es aber ganz anders: Im Zelt habe ihn zunächst ein Freund des Poingers angepöbelt und als Flüchtling bezeichnet, so Owomoyela. Vor dem Zelt soll der Mann erneut auf ihn zugekommen sein, ihn bedrängt und beschimpft haben. Owomoyela habe den Mann „weggedrückt“, woraufhin dieser gestolpert und gefallen sei. Nun kommt Andreas R. ins Spiel: Der Poinger soll auf den Ex-Fußballer mit üblen rassistischen Beleidigungen und einer Morddrohung zugekommen sein. Seine angebliche Forderung: Owomoyela solle das Land verlassen.

Der 33-Jährige sei mit geballten Fäusten auf den Ex-Kicker zugegangen, so Anwalt Eckstein. Auch Owomoyelas Freundin Josipa und Sandra N. soll der Poinger übel beleidigt haben. Die Hamburgerin hatte bei ihrer Vernehmung angegeben, die Situation als bedrohlich empfunden zu haben. Sie sei in Panik geraten und habe deshalb zugestochen. Warum stellt Owomoyela erst jetzt den Strafantrag? „Er hat darüber nachgedacht und sich jetzt dafür entschieden“, schildert sein Anwalt. Sein Mandant habe seine Version der Geschichte jedoch bereits bei seiner Zeugenvernehmung am Montag nach dem Vorfall erzählt. Im Raum gegen Andreas R. stünden die Delikte der Beleidigung, Bedrohung und Volksverhetzung. Andreas R. wollte sich gegenüber der tz nicht näher zu den Vorkommnissen äußern. Die Ermittlungen dauern an.

Ramona Weise

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