Explosionsgefahr in der Parksiedlung

Poing - Höchste Explosionsgefahr bestand am Freitagnachmittag bei einem Brand in einer Tiefgarage in der Parksiedlung in Poing. Ein Großaufgebot von Feuerwehren war im Einsatz, um in Flammen stehende Autos zu löschen. Immer wieder war der Knall platzender Reifen zu hören.

„Momentan haben wie acht Trupps unter Druckluftatmern im Einsatz“, berichtete Kreisbrandinspektor Alois Mayer wenige Minuten nach der Alarmierung. Die 16 Männer verrichteten in der vollkommen verrauchten Tiefgarage einen gefährlichen Job. Durch die enorme Hitze platzten immer wieder Autoreifen, außerdem bestand die Gefahr, dass ausgelaufener Kraftstoff das ganze Untergeschoss in Flammen setzt. Der elektrische Strom der Anlage „konnte abgesichert werden“, so Mayer in einem ersten Lagebericht.

Bilder vom Einsatzort

Brand einer Tiefgarage in Poing

Auch die nahen Wohngebäude mussten geschützt werden. „Wir hatten eine enorme Rauchwentwicklung“, berichtete der Kreisbrandinspektor. Die Feuerwehrmänner setzten unter der Einsatzleitung des Poinger Kommandanten Robert Gaipl Gebläse ein um zu verhindern, dass die giftigen Schwaden in die nahen Wohnhäuser ziehen und dort zahlreiche Bewohner gefährden konnten. Insgesamt waren etwa 150 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Poing, Landsham, Pliening, Anzing, Markt Schwaben, Parsdorf, Neufarn, Gelting, und dem benachbarten Landkreis München, sowie die Océ-Werksfeuerwehr und zwei Rettungsdienstfahrzeuge im Einsatz. Nach Auskunft von Mayer brannten in der Tiefgarage drei Autos total aus, weitere Fahrzeuge wurden durch Hitze, Ruß und Rauchentwicklung schwer beschädigt. Die elektrische Installation wurde zerstört und das Gebäude selbst nahm Schaden, den Mayer vorsichtig auf insgesamt „mehr als 100 000 Euro“ bezifferte. Über die Brandursache konnten die Feuerwehrler am Freitag noch keine Auskunft geben.

Von Michael Seeholzer

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