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Forstbetriebsleiter Heinz Utschig (Mitte) mit der forstlichen Delegation des Landesforstbetriebes Sachsen-Anhalt in einem Buchenbestand des Ebersberger Forstes.

Nachhaltiges Wirtschaften im Ebersberger Forst

Gesunder Wald als „Bartwuchsmittel“

Den Ebersberger Forst wählte die Betriebsleitung des Landesforstbetriebs Sachsen-Anhalt als Anlaufpunkt, um sich bei einer waldbaulichen Fortbildung am Forstbetrieb Wasserburg über die Bewirtschaftungsgrundsätze und die Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens im Bayerischen Staatswald zu informieren.

Ebersberg– Im Zuge einer halbtägigen Exkursion stellte Forstbetriebsleiter Heinz Utschig seinem Kollegen aus dem Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, Bernd Dost, und dessen Mitarbeitern des Leitungsdienstes den Forstbetrieb Wasserburg und forstliche Themen ebenso lebendig vor, wie die bewegte Geschichte des Ebersberger Forstes.

Anhand verschiedener Waldbilder und Stationen konnten die Forstexperten einen Eindruck über den aktiven Waldumbau im Zuge des Klimawandels, die Einbringung und natürliche Verjüngung zukunftsfähiger Baumarten wie Buche und Tanne, sowie aktiven Waldnaturschutz gewinnen. So entwickelte sich ein reger Erfahrungsaustausch, bei dem auch das Konzept eines verantwortungsvollen Wildtiermanagements zur Sichtbarmachung von Schwarzwild und Rotwild für Besucher im Ebersberger Forst großes Interesse weckte.

Die gewonnenen Eindrücke wurden dadurch untermauert, dass immer wieder tagaktive Wildschweine die Exkursion ebenso bereicherten, wie ein direkt am Wegesrand wachsender Buchenstachelbart. Diese seltene Pilzgattung wächst in der Regel an absterbenden Stämmen alter Buchen und kommt regelmäßig nur in naturnah bewirtschafteten Wäldern mit hohem Totholzanteil vor. Aus diesem Grund gilt das Vorkommen dieses gefährdeten Pilzes meist als Zeiger für ein intaktes Ökosystem und funktionierenden Waldnaturschutz.

„Ein hochinteressanter Einblick in die tägliche Arbeit und die Bewirtschaftungsgrundsätze am Forstbetrieb Wasserburg“, urteilte Wolfhardt Paul, Sachgebietsleiter Waldbau beim Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt und Organisator der forstlichen Fortbildung, als er sich bei Utschig für die kurzweilige Führung durch den Ebersberger Forst bedankte. Ausklang und heimlichen Höhepunkt fand der Ausflug anschließend in der Stadtführung „Ebersberger Zeitreisen“, die den Besuchern in einem Rundgang in der Altstadt die über 1000-jährige Geschichte Ebersbergs näherbrachte und bleibenden Eindruck hinterließ.  ez

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