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Die „Neuen“ (in Orange) und die „Alten“ (stehend, v.l.): Sepp Honauer (neuer 2. Vorstand) , Franz Daser (ehemaliger 2. Vorstand) Reinhard Huber (ehemaliger 2. Vorstand) Stefan Krinninger (neuer 2. Vorstand). Vorne, v.l.: Armin Dachgruber (ehemaliger „Präse“), Robert Gockner (neuer „Präse“), Erwin Schmitt (ehemaliger langjähriger Sprecher des Faschingszuges). 

Faschingsgesellschaft Ebersberg vergibt Preise für Zugteilnehmer

Federvieh macht das Rennen

Es war das Geflügel, das es der Jury dieses Jahr angetan hatte: Bei der Prämierung der besten Teilnehmergruppen des Ebersberger Faschingszuges 2017 im alten kino konnten sich gleich drei Wagen einen Preis abholen, die sich im vergangenen Fasching das Federvieh als Thema ausgesucht hatten.

Ebersberg – Den ersten Platz und somit Sieger des Vorjahres war der Trachtenverein Ebersberg mit seinem Wagen voller Hühner und dem Motto „Mia san die glücklichen Henna von Wiesham und do samma dahoam“. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war laut Bürgermeister Walter Brilmayer die Tatsache, dass auf dem Wagen viel Bewegung stattgefunden habe, unter anderem mit der so genannten „Eierschaukel“ und weil „die coolsten Sprüche“ darauf zu lesen waren.

Mit dem Thema „Vogelgrippe“ kam der Burschenverein Oberndorf auf den fünften von insgesamt sechs Plätzen. Auch auf diesem Wagen tummelten sich zahlreiche als Hühner verkleidete Teilnehmer, ein schwarzes Auto mit „Impfschleuder“ fuhr hinterher, der Impfstoff war eine bekannte Biermarke aus der Gegend und dazu der Spruch: „Der beste Hahn ist der Zapfhahn“.

Dottergelb und Orange waren die vorherrschenden Farben auf dem Wagen des Stopselclubs Tulling mit dem Motto „Ente gut – alles gut“. Zu fetziger Musik tanzten die Tullinger den Ententanz und platzierten sich mit Wagen und Performance auf dem vierten Platz. Der zweitbeste Wagen war in den Augen der Jury der „Healina Dracha“ von der Hohenlindener Gruppe „Einer für alle – alle für einen“. Mit einem mehrköpfigen schwarzen Ungeheuer, das auch noch Rauch aus dem Schlund spie, konnten sie überzeugen.

Auf Platz sechs landete die Gruppe „Alt Oberndorf“ mit Donald Trump: In einem amerikanischen Schlitten kutschierte das Konterfei des amerikanischen Präsidenten nebst langhaariger Gattin über den Marienplatz, hinterher ein Karren mit Mexikanern, eingepfercht in ein kleines Areal, das von einer Mauer umgeben war. Besonders gefallen hat sowohl den Zuschauern als auch den Preisrichtern die Fußgruppe des Narrischen Angers mit dem Titel „Menuett mit Biss“: Ein ganzer Schwarm von höfisch gekleideten Damen und Herren mit voluminösen weißen Lockenperücken, die zur Menuettmusik tanzten, im nächsten Augenblick aber ihre Vampirzähne entblößten. Der Narrische Anger wurde dafür mit dem dritten Platz belohnt. Damit hat es nur eine Fußgruppe unter die sechs Preisträger geschafft.

Die neue Jury hat den Trend der letzten Jahre, Fußgruppen mehr zu berücksichtigen, nicht fortgesetzt. Dieser Trend sollte auch die Gruppen ermutigen, am Ebersberger Faschingszug teilzunehmen, die nicht über die technischen Möglichkeiten eines Wagens verfügen.

Von Evi Thiermann

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