Der Chef der Faschingsgesellschaft Armin Dachgruber (vorne, re.) und Bürgermeister Walter Brilmayer (vorne, 3.v.r.) mit den Gewinnern der Faschingswagenprämierung. Foto: jro

Faschingswagen: Ebersberger Trachtler holen sich den Sieg

Ebersberg - Es war eine eindeutige Entscheidung: Der erste Preis für den besten Faschingswagen 2012 ging auch dieses Jahr wieder an den Ebersberger Trachtenverein.

Wie jedes Jahr hatte die Faschingsgesellschaft Ebersberg Preise ausgelobt, um die Teilnehmer am alljährlichen Faschingszug zu motivieren, fantasievolle Fußgruppen oder Faschingswagen zu zusammenzustellen. Mit dem Motto zum Hygieneskandal einer Bäckerei, der zu Beginn des Jahres 2012 Furore gemacht hatte, war der Trachtenverein Ebersberg einfach der Beste. Und so waren sich die Mitglieder der Jury, die aus Bürgermeister Walter Brilmayer und Vertretern der Faschingsgesellschaft Ebersberg bestand, schnell einig.

Auf dem großen Wagen war ein riesiger Ofen nachgebaut, in den keine Laibe geschoben wurden, sondern große, lebendige Mäuse. Alle Teilnehmer des Trachtenvereins hatten graue Fellkostüme angezogen und liefen als Nager herum. „Mäusebrot ist Müllers Tod“ stand in großen Lettern auf dem Wagen, auf dem weiter hinten auch der Bürgermeister mitfuhr, eingesperrt in einen Käfig mit der Aufschrift „Schädlingsbekämpfung“. Und ganz vorne zerquetschte eine übergroße Mausefalle einen Bäcker.

Den zweiten Platz sicherte sich der Stopselclub Tulling, auch er in den vergangenen Jahren schon mehrfach siegreich bei der Prämierung des schönsten Faschingswagens. 2012 waren die Tullinger als Panzerknacker aufgetreten, auf der Jagd nach Euro und Dollar. In blauen Hosen und Kappen, mit roten T-Shirts rutschten sie hinten am Wagen von einer großen Rutsche herunter, die mit „Dollar-Express“ beschriftet war. Eine Anspielung auf die rasante Talfahrt der amerikanischen Finanzen?

Eine Fußgruppe landete auf Platz drei des Rankings: „Wehe, wenn der Maulwurf kommt“ war das Thema der Gruppe „Narrischer Anger“ aus Pfaffing, umgesetzt mit wandelnden, braunen Maulwürfhügeln, aus denen Narren mit struppigen Perrücken und großen weißen Handschuhen herausschauten. Auf Platz vier qualifizierte sich der Ebersberger Sauhaufen mit ihrem Motto der „Rocky Horror Biker Show“, bei der Männer mit wilder Mähne auch schon mal heiße Strapse zeigten. Platz fünf und sechs ging jeweils an eine Hexentruppe: Die Forstinger „Höllenladys“, auch eine Fußtruppe, überzeugte die Jury mit lodernden rot-schwarzen Haaren und Kostümen, mit schwingenden Flammen und einem Fegefeuer, das sie im Leiterwagerl mitzogen. „Die wuidn Hexn ausm Forst“ dagegen, dargestellt von der Trachtenjugend aus Ebersberg, konnten mit einem riesigen Wagen punkten, der mit Hexenbesen und buckligen Katzen verziert war.

Bürgermeister Brilmayer dankte bei der Preisverleihung nicht nur den Teilnehmern, sondern vor allem auch der Ebersberger Faschingsgesellschaft, die den Faschingszug in der Kreisstadt schon seit Jahrzehnten mit viel Engagement und Aufwand organisiert.

Von Evi Thiermann

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