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Fauth: Ich komme zurück

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Gottlieb Fauth, Landrat, lässt sich amtsärztlich untersuchen.

Ebersberg - Landrat Gottlieb Fauth beabsichtigt, nach dem Abschluss seiner derzeit laufenden ambulanten Reha-Maßnahme, spätestens jedoch am 1. Juni 2010, seine Dienstgeschäfte wieder „in vollem Umfang“ aufzunehmen.

Das geht aus einer Erklärung der CSU-Kreistagsfraktion hervor, die am Montagabend veröffentlicht wurde.

Darin schreibt der an einer wiederkehrenden Entzündung im Gehirn leidende Landrat, der ihn behandelnde Neurologe wolle noch im März eine neue Therapie beginnen, „von der er annimmt, dass sie weitere Krankheitsattacken verhindern kann. Parallel dazu erwartet er von der ambulant stattfindenden Rehabilitationsbehandlung eine deutliche Verbesserung der noch bestehenden Koordinationsstörungen und der leichten Sprachstörung, so dass er davon ausgeht, dass ich voraussichtlich in zwei bis drei Monaten wieder arbeitsfähig sein werde“.

Um etwaige Zweifel an seiner Dienstfähigkeit auszuräumen, will sich Fauth amtsärztlich untersuchen lassen, „um meine Dienstfähigkeit“ amtsärztlich feststellen zu lassen.

Landrat Fauth legte am Montag über die CSU-Fraktion ein Gutachten seines behandelnden Arztes vor, das Aufschlüsse über seinen aktuellen Gesundheitszustand und seine Genesungsaussichten geben soll.

Hier das Gutachten im Wortlaut:

Neurologische Klinik und Poliklinik

Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München

Datum: 05.03.2010

Gutachten über Herrn Gottlieb Fauth, geb. 01.08.1956

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich erlaube mir als primär behandelnder Arzt von Herrn Gottlieb Fauth zur aktuellen Situation seiner Erkrankung Stellung zu nehmen.

Herr Fauth leidet an einer seltenen schubförmig verlaufenden chronischen Erkrankung des Nervensystems. Im Rahmen dieser Erkrankung kam es im Verlauf der letzten Monate und Jahre mehrfach zu Entzündungen im Kleinhirn des Patienten. Die letzte Krankheitsattacke ereignete sich im November 2009 und führte zu einer deutlichen Einschränkung der Koordination und des Sprechens.

Da die Erkrankung isoliert das Kleinhirn betrifft, besteht keinerlei Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit. Nach entsprechender Behandlung und Rehabilitation zeigen sich die jetzigen Ausfallsymptome des Patienten deutlich rückläufig. Nach Abschluss der Ursachenabklärung seiner Kleinhirnentzündung werden wir im März mit einer neuen Therapie beginnen, von der wir annehmen, dass wir weitere Krankheitsattacken verhindern können. Parallel hierzu erwarte ich von der ambulant stattfindenden Rehabilitationsbehandlung eine deutliche Verbesserung der noch bestehenden Koordinationsstörungen und der leichten Sprechstörung, so dass ich davon ausgehe, dass Herr Fauth voraussichtlich in 2-3 Monaten wieder arbeitsfähig sein wird.

Mit freundlichen Grüßen

Univ. Prof. Dr. B. Hemmer

Klinikdirektor

Von Michael Acker

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