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Am Fahrsimulator der Kreisverkehrswacht Ebersberg konnten Senioren ihre Reaktionsfähigkeit testen. 

Seniorenmesse

Fit und versorgt im Alter

Vielfältig war das Angebot bei der Poinger Seniorenmesse. Die Besucherzahl aber hielt sich in Grenzen. Für die, die waren, gab es jede Menge Informationen und Workshops.

Poing Eine ebenso plausible wie banale Erkenntnis der Demoskopie lautet, dass immer mehr Menschen immer älter werden. Auch im besonders kinderreichen Poing gibt es viele ältere Bürger. Zu Beginn der Seniorenmesse am Samstag im Bürgerhaus gab Bürgermeister Albert Hingerl bekannt, dass in der Gemeinde „rund 2000 Senioren über 65 Jahre leben“. Um sie umfassend zu informieren, hat Michaela Rauscheder, die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, wieder eine Seniorenmesse organisiert.

Mitmach-Workshop.

Wer das Bürgerhaus betrat, konnte schon am Eingang die Vielfalt der Angebote studieren. Nicht nur Sozialdienste stellten auf zwei Stockwerken ihre Leistungen vor, es gab auch reichlich Vorträge und Workshops für altere Bürger – zum Zuhören und auch zum Mitmachen. Die Themen reichten von „Wohnen im Alter“ über die Neuordnung der Pflegegrade bis hin zu Informationen über Demenz. Sich sportlich zu betätigen war möglich bei Zumba Gold mit Barbara Grell vom TSV Poing, wer’s ruhiger wollte, ging zu Ulrike Semerad und den Qi-Gong-Bewegungen, Renate Tappe lud ein zum Tanz.

Die Fitness im Straßenverkehr konnte ebenfalls getestet werden: Im Erdgeschoss hatte Bernhard Schweida von der Kreisverkehrswacht Ebersberg zwei Fahrsimulatoren für Reaktionstests aufgebaut, über sicheres Radfahren referierte Jürgen Rappold vom Ordnungsamt des Poinger Rathauses.

Im ersten Stock gab’s geballte Information: Neben dem Stand des Fördervereins Seniorenzentrum Poing, den Gründungsmitglied Wolfgang Schubert betreute, hatten der der Sozialverband VdK und die Caritas ihre Tische aufgebaut, gegenüber saß Benedikta Unangst von der Betreuungsstelle des Landratsamts. „Wir beraten rund 200 Leute pro Jahr zu allen Fragen von Verfügungen oder Vorsorgevollmachten, manchmal beglaubigen wir auch Dokumente“, berichtete die Sozialpädagogin aus ihrem Arbeitsumfeld.

Im Bürgerhaus informierten zahlreiche Organisationen und Vereine über ihre Seniorenarbeit.

Mit Palliativhilfe und Hospizdienst befasst sich der Christophorus-Hospiz-Verein in Ebersberg, den Dagmar Kiefert präsentierte: „Im Fall einer lebensemittierenden Erkrankung können unsere Dienste in den letzten Tagen eines Menschen vom Hausarzt verordnet werden, wir geben eine ganzheitliche Betreuung für Patienten wie Familienmitglieder.“

Nicht ganz so final, aber oft ebenso notwendig können Angebote des Hauswirtschaftlichen Fachservices sein. „Wir kümmern uns um nahezu alles, wozu ein älterer Mensch nicht mehr fähig ist, bieten gegen festgelegte Stunden-Honorare viele Betreuungs- und Pflegestärkungsleistungen an“, umriss Maria Neumair das Angebot.

„Beispiele gegen Nichtstun“ offeriert seit vielen Jahren der Seniorenbeirat Poing. Er präsentierte bei der Messe ebenfalls sein Angebot, zu dem unter anderem ein Computer-Treff gehören sowie Wanderungen oder Überraschungsfahrten mit dem Bus. Außerdem bietet der Sprecher des Seniorenbeirats, Hans Bayerl, von November bis März ein Gedächtnistraining an: „Wir üben dabei spielerisch und ganz ohne Zwang, zu uns kommen Leute im Alter von 50 bis 97.“

Dass insgesamt mehr Besucher zur Seniorenmesse gekommen wären, das hätte sich Organisatorin Rauscheder gewünscht. „Seit Anfang des Jahres haben wir am Programm gearbeitet und viel Zuspruch von Organisationen bekommen. Jetzt wäre es auch schön gewesen, wenn es noch mehr Senioren genutzt hätten“, lautet ihre Bilanz.

Friedbert Holz

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