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Sportliche Aktivitäten werden in nächster Zeit in der Poinger Realschulturnhalle nicht mehr möglich sein.

Flüchtlinge im Landkreis Ebersberg

Die nächste Halle wird belegt

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Poing - Ab kommenden Montag werden an der Realschule in Poing rund 180 Asylbewerber untergebracht. Landrat Robert Niedergesäß sagt, dass dies die letzte Halle sei, die er freiwillig zur Verfügung stellen werde.

Die nächste große Sportstätte im Landkreis wird mit Flüchtlingen belegt. Ab kommenden Montag sollen in die Halle an der Realschule Poing Asylbewerber einziehen. Das teilte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) am Dienstag mit. Damit sieht er das Ende der Fahnenstange erreicht „Das ist die letzte Halle, die ich freiwillig zur Verfügung stelle“, betonte Niedergesäß.

Damit sind sechs von zehn Sporthallen belegt, auf die der Landkreis Zugriff hat. „Das geht an die Zumutbarkeitsgrenze“, so der Landrat. Die Schulen und die Sportvereine würden die Notlage des Landratsamtes erkennen. Sie sagten jedoch auch, dass nicht alles auf ihren Schultern ausgetragen werden könne. Wie viele Menschen in die Realschulhalle Poing einziehen werden, wird sich diese Woche entscheiden. Die Rede ist von 170 bis 180 Personen. Derzeit wird die Halle vorbereitet.

Die Entscheidung zur Belegung fiel am Montag. Zusammen mit Landrat Niedergesäß war Poings Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) beim Präsidenten der Regierung von Oberbayern in München. Eine der drei Halleneinheiten gehört der Kommune, zwei dem Landkreis. „Die Entscheidung war alternativlos“, so Hingerl gegenüber der EZ. Nun wird überlegt, wie der Sportbetrieb organisiert werden kann. „Wir werden versuchen, der Schule und den Vereinen zu helfen“, erklärte der Bürgermeister.

Entlastung wird erwartet, wenn die geplanten Traglufthallen im nördlichen Landkreis stehen. In Pliening soll so bis Ende Januar Platz für 300 Menschen geschaffen werden. In Grub (Gemeinde Poing) könnte eine gleich große Halle vom selben Anbieter hinzukommen, möglicherweise gleich im Anschluss schon im Februar. Dann könnte die Realschulhalle in Poing wieder geräumt werden. „Da müssten wir zwei Monate überbrücken“, gibt sich Hingerl vorsichtig optimistisch.

Robert Langer

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