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Forst-Windräder: Investor in finanzieller Notlage

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Von: Michael Acker

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Die Green City AG will im Ebersberger Forst (hier Beispielbild) bis zu fünf Windräder errichten.
Die Green City AG will im Ebersberger Forst (hier Beispielbild) bis zu fünf Windräder errichten. © Energieagentur

Ist das Projekt Windräder im Ebersberger Forst gefährdet? Der Investor, Green City AG, jedenfalls steckt in handfesten finanziellen Schwierigkeiten.

Landkreis – Die Green City AG, die im Ebersberger Forst bis zu fünf Windräder errichten will, steckt in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Das berichten ECOreporter, ein Magazin für nachhaltige Geldanlagen, und andere Quellen über die Weihnachtsfeiertage. Inwieweit die Schieflage Auswirkungen auf das Projekt des Investors im Forst hat, ist noch unklar.

Von den finanziellen Schwierigkeiten betroffen seien die Green City-Konzerngesellschaften Green City Energy Kraftwerkspark II GmbH & Co. KG, Green City Energy Kraftwerkspark III GmbH & Co. KG und Green City Solarimpuls I GmbH & Co. KG. Die Green City AG, die Dachgesellschaft des Konzerns, habe deswegen für den 20. Januar eine außerordentliche virtuelle Hauptversammlung einberufen.

Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals

Im Einladungsschreiben, aus dem ECOreporter zitiert, geht Green City davon aus, dass aufgrund erforderlicher Wertberichtigungen von Forderungen, Beteiligungen an Tochtergesellschaften sowie erwarteter Umsatz- und Ertragsausfälle „ein Verlust in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 eingetreten ist“. Weiter führt der Vorstand aus: „Die Green City AG sieht sich mit operativen Schwierigkeiten konfrontiert, die sich nachteilig auf die Finanzlage der gesamten Gruppe auswirken. So kommt es derzeit bei zahlreichen wichtigen Wind- und Solarparkprojekten des Konzerns zu erheblichen Verzögerungen. Durch den daraus resultierenden Ausfall von Erträgen erwartet die Green City AG für das Gesamtjahr 2021 ein negatives Jahresergebnis.“

Zudem habe man bei der Erstellung der Jahresabschlüsse 2020 festgestellt, dass „Wertberichtigungen unter anderem bei Projektrechten und Rückstellungen für zukünftige Verpflichtungen aus Garantieversprechen“ notwendig seien. Als Gründe für den Korrekturbedarf nennt Green City Mindererträge, Verluste und Verzögerungen bei Erneuerbare-Energien-Projekten.

Schutzgemeinschaf der Kapitalangeler sieht existenzielle Krise des Unternehmens

Insgesamt befindet sich das Unternehmen aus Sicht der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) in einer existenziellen wirtschaftlichen Krise, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Green City AG und ihre Tochtergesellschaften hätten in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl an börsennotierten und nicht börsennotierten Anlageprodukten wie Fonds, Anleihen und Genussscheine emittiert. Aufgrund der finanziellen Krise der Unternehmensgruppe scheinen aus Sicht der SdK viele dieser Produkte ganz beziehungsweise teilweise ausfallgefährdet zu sein. „Einige Tochtergesellschaften werden aller Voraussicht nach Sanierungs- oder Insolvenzverfahren brauchen“, zitiert die SZ Daniel Bauer, Vorstandsmitglied der SdK.

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