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Die St.-Silvester-Apotheke in Forstinning soll verkauft werden. Zurzeit wird dringend ein neuer Käufer gesucht.

Versorgung

Forstinning droht Apotheken-Notstand

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Die Verhandlungen laufen noch. Sollten sie scheitern, droht Forstinning ein Ende einer direkten Apothekenversorgung.

Noch ist nichts entschieden. Noch stehen in diesen Tagen wichtige Gespräche an, die auch ganz gut verlaufen können. So gut, dass der Kunde am Ende dann fast doch nichts merken wird. Den Kunden, in diesem Fall den Bürgerinnen und Bürger in Forstinning, droht aber einstweilen ein Rückschlag, was ihre Gesundheitsversorgung angeht.

Fest steht bisher nur: Bernd Grünberg, Betreiber der St.-Silvester-Apotheke, wird sich von seinem Forstinninger Geschäft trennen. Zum 30. November, wie es heißt, eventuell auch zwei, drei Wochen später. Gegenwärtig gibt es aber noch Übernahmegespräche, sagte er gestern der EZ. Sie hätten das Ziel, den Fortbestand einer Apotheken-Versorgung in Forstinning zu sichern. Verhandlungen mit den Kollegen in Anzing und Hohenlinden hätten sich dagegen zerschlagen.

Grünberg hat, auch das ist Fakt, inzwischen einen Mietvertrag für ein Ladenlokal auf der Schwanthaler Höhe in München unterschrieben, wo er bis Mitte 2018 Jahres eine Center-Apotheken eröffnen will. Laut Gesetz darf man maximal vier Apotheken führen. Daher muss er sich zwangsläufig von einer trennen. Neben Erding und zweimal Ebersberg ist Forstinning derzeit sein viertes Standbein.

Vor längerer Zeit hatte es schon, so Grünberg, Gespräche mit einer in Forstinning angestellten Mitarbeiterin gegeben, was eine mögliche Übernahme anging. Dabei sei es zu keiner Lösung gekommen. Dazu kam, dass der Pharmazie-Rat der Landesapothekenkammer ihn, Grünberg, mit Nachdruck aufgefordert hatte, endlich einen behindertengerechten Zugang zur St.-Silvester-Apotheke zu schaffen. Hier aber habe es, so Grünberg, zwischen ihm als Mieter und dem Vermieter kein Einvernehmen gegeben. Last not least waren auch noch betriebswirtschaftliche Zwänge dazugekommen, die Apotheker Grünberg dann dazu bewogen, sich auf das Münchner Projekt einzulassen. Mit dem Fendsbacher Hof war ihm zuletzt ein umfangreicher Heimbelieferungsvertrag weggebrochen.

Laut Grünberg habe es erst unlängst nochmals einen letzten Versuch gegeben, zusammen mit einer Forstinninger Angestellten, dem Vermieter und Bürgermeister Rupert Ostermair eine Lösung zu finden. „Das ist nicht gelungen“, bestätigte Ostermair. Die Gemeinde hatte noch versucht, ihrerseits bei der Nachfolge behilflich zu sein, ihr sind dabei aber in gewisser Weise die Hände gebunden. Ostermair sagte, für den Fall einer Schließung zum 30. November ohne direkte Anschlussversorgung vorübergehend eine Pick-up-Lösung anzustreben. Die Rede ist von einem Briefkasten bei der Raiffeisenbank, in den man Rezepte werfen kann, um sich dann die Medikamente abzuholen. 7

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