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Klare Linien, reduzierte Farbigkeit: Das neue AWO-Kinderhaus in Forstinning ist modern und vor allem kindgerecht.

AWO-Kinderhaus in Forstinning

In jeder Hinsicht großzügig

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Alles für die Kinder! Das AWO-Kinderhaus in Forstinning wird im September pünktlich eröffnet. Und punktet schon jetzt mit Helligkeit und Transparenz.

Forstinning – Aktuelle, internationale Schlager schallen aus dem tragbaren Radiogerät. Der eine oder andere pfeift die bekannten Melodien nach. Die Handwerker im neuen Kinderhaus der AWO in Forstinning wirken locker und dennoch konzentriert. Zeit zum Trödeln gibt es schließlich nicht. Am 5. September wollen sie ihr Werk endgültig abgeschlossen haben.

Dann soll die Übergabe der erweiterten Villa Kunterbunt an den Träger, die Arbeiterwohlfahrt, erfolgen. Denn mit Beginn des nächsten Kinderbetreuungsjahres, also Mitte September, soll und wird hier anderes Leben einziehen. Schon jetzt steht fest: Forstinning und speziell die AWO als Träger von Kindergarten und Mittagsbetreuung neben der Grundschule bekommen ein Domizil, das in jeder Hinsicht großzügig ist.

Schon der Außenbereich verspricht in naher Zukunft geballte Kinderfreuden. Ein Wasserspiel zum Beispiel ist so gut wie fertig. Fehlt eigentlich nur noch das Wasser. Im Innern läuft sozusagen der Endspurt. Zurzeit dreht sich viel um Bodenarbeiten. Ockerfarbener Linoleumbelag in den drei Gruppenräumen ist bereits verlegt. Sie sind verbunden mit zwei Mehrzweckräumen; etwa für vertiefende pädagogische Arbeiten. In den meisten Funktionsräumen fehlt der Bodenbelag noch.

Im großen, gut 100 Quadratmeter großen Turnsaal wird gerade Sportparkett auf eine Dämmschicht verlegt. Der Raum ist direkt vom Kiga-Bereich aus, aber auch über eine externe Treppe von außen erreichbar. Eine ganz bewusst gewählte Multifunktionalität, wie Bürgermeister Rupert Ostermair berichtet. Der Saal soll ab September nicht nur in den Kindergartenbetrieb integriert werden wie ein Musik- und diverse Mehrzweckräume auch, sondern zugleich anderen, interessierten Gruppe zur Verfügung stehen.

Ein Konzept, das schon erfolgreich griff im Silvester-Kinderhaus und die Turnhalle der Grundschule damals schon spürbar entlastete. Und genau so einen Effekt erhofft sich Ostermair auch hier wieder. „Begehrlichkeiten sind natürlich schon da“, sagt er. Vereine und Verbände, die Interesse an einer Buchung des Turnraums haben, müssen sich aber nicht eilen. Peu a peu werde man die Sache in der Verwaltung angehen, so der Rathauschef.

Gleiches gilt für einen großräumigen Theater- und einige Mehrzweckräume im Keller. Auch sie sind unter Umständen von außen extern über eine gesonderte Tür erreichbar. Auch sie sollen nicht nur dem Kindergartenträger, sondern im Grundsatz allen Bürgern zugänglich sein.

Ein entsprechend ausgeklügeltes Schließsystem soll sicherstellen, dass sich niemand zur falschen Zeit in falschen Räumen befindet. Bürgermeister und Gemeinderat erwarten sich durch die Mehrfachnutzbarkeit diverser Räume im Grunde eine weitere Belebung des eh schon regen sozialen Treibens in Forstinning.

Das neue Kinderhaus, Heimat von drei Kiga-Gruppen, dem Hort und der ebenfalls boomenden Mittagsbetreuung, bietet demnächst dafür ideale räumliche Möglichkeiten. Das Herzstück des Kinderhauses ist der große, lichtdurchflutete Saal im Erdgeschoss, wo die Kinder einmal gemeinsam essen werden. Künstliche Beleuchtung ist dort fast nicht nötig. Und wenn ja, ist sie gut versteckt in einem Lichtband. Helligkeit ist ein Prinzip der Planung gewesen, Transparenz auch.

Von einer Empore aus können die Kinder demnächst das Geschehen unten im Saal verfolgen. Eine Glaslösung als sichere Absperrung sorgt dafür. Wie überhaupt helle, frische Farben das Interieur ausmachen. Vieles ist schlicht weiß, es gibt auch gelbe und hellgrüne Abschnitte.

Ach ja. Das erste Möbelstück ist auch schon eingetroffen. Ein Wickeltisch mit eingebauter Treppe steht bereits im behindertengerechten WC. Fehlen jetzt nur noch die Kinder – und das feuchte Nass für das Wasserspiel im Garten.

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