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Am Marktgebäude in Forstinning wird wohl bald ein neues Logo prangen. Der Edeka-Betreiber gibt auf.

Einkaufen in Forstinning

Gute Aussichten auf neuen Supermarkt

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Die Tage des bestehenden Edeka-Marktes sind gezählt. Nun sieht es so aus, dass ein Nachfolger gefunden werden konnte.

 Forstinning – Müssen die Forstinninger demnächst  ihre Lebensmittel in den Gemeinden in der Nachbarschaft kaufen? Das wäre ganz ohne Frage das schlechteste anzunehmende Szenario. Im Falle eines Umbaus und einer Sanierung des jetzigen Supermarkt-Gebäudes im Gewerbegebiet Ost wäre zumindest mit einer wochenlangen Schließung zu rechnen. Das wäre auch nicht toll, aber noch besser als der „Worst Case“. Was aber machen die Bürgerinnen und Bürger in der Zeit einer laufenden Baumaßnahme? Wie kommen die an Brot, Milch und Wurst, die nicht mobil sind?

Das sind nur einige der Fragen, die nicht nur die Forstinninger Gemeinderäte zurzeit ziemlich rege beschäftigen, sondern natürlich jeden Verbraucher.

Wie es heuer weitergehen wird mit einem Supermarktbetrieb, darauf gab es im Verlauf der öffentlichen Sitzung im Forstinninger Gemeinderat am Dienstag auch keine Antwort. Doch es gebe, so berichtete Bürgermeister Rupert Ostermair, gute Gründe zur Annahme, dass langfristig eine Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger sichergestellt werde.

Laut Rathauschef befinde sich der Erbpachtnehmer, vertreten durch die Firma BVG aus München, in direkten Verhandlungen mit drei potenziellen Pächtern. Die Gemeinde rechne damit, dass spätestens Anfang der kommenden Woche die Gespräche so weit gekommen sein werden, dass öffentlich auch Namen genannt werden können. Eigentümerin der Immobilie im Gewerbebogen ist die politische Gemeinde, sie hat das Ladenlokal über einen Erbpachtvertrag weiterverpachtet. Der Erbpachtnehmer ist wiederum Partner eines Lebensmittelunternehmens.

Schon im öffentlichen Teil der Sitzung wollten Mandatsträger aller Fraktionen erkennbar dringend wissen, ob es sich bei den drei Verhandlungspartnern um Vertreter der Lebensmittelbranche handele, die auch ein Vollsortiment sicherstellen können. Ostermair blieb bei der Beantwortung dieser Frage jedoch vage – zumindest in der öffentlichen Sitzung – und verwies auf die noch laufenden Verhandlungen. Wenn die abgeschlossen seien, werde auch die Gemeinde als Immobilieneigentümerin informiert.

Ansinnen der Gemeinderäte war und ist es, dass nicht nur langfristig Forstinning als Supermarktstandort erhalten bleibt, sondern auch in einer etwaigen Umbau- und Sanierungsphase, die durchaus ein paar Monate dauern kann, eine Versorgung sichergestellt sei. Ratsfrau Sieglinde Frisch regte daher an, für diese Zeit über Containerlösungen nachzudenken.

Von ihrer Kollegin Christine Reichl-Gumz kam der Vorschlag, einen Arbeitskreis zu installieren. Eventuell könne man zwischenzeitlich Ideen übernehmen, die sich bewährt hätten bei diversen Dorfladen-Modellen in der Gegend.

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