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Die Tierkadaver wurden einfach in einen Graben geworfen.

Illegal Tierkadaver entsorgt

Ekelfund im Wassergraben

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Forstinning - Nicht nur ekelig, sondern auch noch gefährlich: Einen Rehkopf und die Überreste von drei Schafen haben Landwirte bei Arbeiten in einem Wassergraben gefunden.

In diesen adventlichen Tagen – und oftmals noch bis nach Weihnachten – wird ja gerne einmal von „schönen Bescherungen“ gesprochen. Solche haben Mitglieder des Wasser-und Bodenverbandes Forstinning heuer in der Vorweihnachtszeit schon hinter sich. Aber in einer Form von „Überraschungen“, auf die sie wirklich gerne verzichtet hätten.

Zu den ungezählten Müllfunden in den fast fünf Kilometern Gräben im Gemeindegebiet Forstinning, den immer wieder vorzufindenden blauen Müllsäcken und den schwarzen Toiletten-Tütchen, in denen Hundehalter gewöhnlich die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Lieblinge sammeln (sollten), treffen die Forstinninger Grabenpfleger zunehmend auf noch Unappetitlicheres: Tier- oder Schlachtabfälle.

Die Krönung dieser Tage: Ein Schafskopf und weitere Überreste; vermutlich von bis zu drei Tieren. Gefunden wurde das Ganze im Graben entlang der Straßhamer Straße, etwa 500 Meter vom Gemeindlichen Bauhof entfernt in Richtung Autobahnzubringer. Dort, wo man kaum mehr beobachtet wird. Dort, wo die Zahl der Fußgänger und Radlfahrer schon überschaubar wird.

Maximal dürften die jetzt gemachten Funde drei Wochen als sein, eher sogar deutlich jünger, heißt es. Doch man muss gar nicht viel Empathie bzw. Phantasie aufbringen, um nachempfinden zu können, dass es keineswegs ein Vergnügen ist, beim Arbeiten mit der Schaufel im und am Wassergraben plötzlich auf den Kopf eines toten Tieres zu treffen. Fast alles ist nämlich, weil die entsprechenden Pflegeregelungen für Gräben hierzulande es so wollen, reine Handarbeit. Der Einsatz von Maschinen ist weitgehend untersagt.

Müll, Flaschen oder Tüten mit Hundekot, berichtet der Vorsitzende des Forstinninger Verbandes, Herbert Wagner, habe man immer schon gefunden. Dass auch Tierkadaver plötzlich in den von ihm und den fünf weiteren Landwirte-Kollegen gepflegten Gräben gefunden werden, ist indes eine neue Entwicklung.

Erstmals hatte man es heuer im August mit einem Rehkopf zu tun. Und nun bis zu drei Schafe.

Dass das alles Werk von Menschenhand ist, ist für Wagner und seine Kollegen klar. Die Überreste des jetzt entdeckten Schafs waren so in den Graben geworfen worden, dass man sie von der Straße nicht einmal auf Anhieb sehen konnte. „Wer macht so etwas?“, ist ihre derzeit berechtigte Frage. Geht es hier schließlich ja nicht nur um eine sicherlich illegale Entsorgung, sondern im Grunde noch um viel mehr. Nicht unwahrscheinlich sei es etwa, so Wagner, dass sich Füchse an den Kadavern bedienten, sie auf die umliegenden Felder zehrten und dort liegen ließen, bis sie, von den Landwirten unentdeckt, einsiliert würden und damit Bestandteile des Grundfutters für Kühe würden und damit der Nahrungskette des Menschen ganz nahe kämen. Die Bauern fürchten in diesem Zusammenhang zudem die Gefahr von Botulismus (siehe Infokasten).

Die Tierreste würden aber auch direkt Seuchengefahren auslösen können. Der Graben entlang der Straßhamer Straße fließt schließlich direkt in die Sempt. Der Wasser- und Bodenverband bittet dringend, dass sich Augenzeugen melden, die Angaben zu den Verursachern machen können oder entsprechende Hinweise bekommen, die auch die Gemeindeverwaltung oder die Polizei entgegennehmen. Damit das mit den „schönen Bescherungen“ auch für die Forstinninger Landwirte wieder so wird, wie es eigentlich gedacht ist.

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