Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen

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Michael Weigel radelt 25000 Kilometer auf der Transamericana.

Forstinninger auf der Transamericana

25 000 Kilometer mit dem Fahrrad

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Michael Weigel hat sich eine Mammutaufgabe vorgenommen: Der Forstinninger fährt von Nordkanada bis Feuerland 25000 Kilometer mit dem Fahrrad.

Forstinning – Als Michael Weigel gerade am Ufer eines Baches stand, um seine Trinkflasche aufzufüllen, blickte er plötzlich in die Augen eines Wolfes, der seelenruhig auf der anderen Seite stand. Okay, zwischen uns ist der Bach, ich bleibe ruhig, dachte sich Weigel. Nachdem er sein Augenmerk wieder auf die Flasche gerichtet und diese gefüllt hatte, entdeckte er den Wolf plötzlich etwa fünf Meter hinter sich in einem Gebüsch. „Er war über die Brücke, die über den Bach führt, gegangen“, erzählt er. Einige Augenblicke später trottete der Wolf davon. Auch wenn er Angst hatte, gelang es ihm dennoch, Fotos von dem Tier zu machen.

Michael Weigel aus Forstinning erzählt von dieser Begegnung in der kanadischen Provinz British Columbia am Telefon, während er gerade in der Nähe von Calgary Pause macht. Der 46-jährige Heilpraktiker und Klettertrainer ist seit drei Monaten mit seinem Fahrrad auf dem Pan-American Highway unterwegs. Die Panamericana ist ein Netz aus Schnellstraßen, das Alaska mit Feuerland verbindet. Vom nördlichsten Punkt des amerikanischen Kontinents bis zum südlichsten. Weigel fährt die etwa 25 000 Kilometer lange Strecke mit dem Fahrrad.

Los ging‘s am Polarmeer

Gestartet ist er vor gut drei Monaten an der kanadischen Nordküste am Polarmeer. Die Ausrüstung: Schlafsack, zwei Garnituren Kleidung, Camping-Utensilien und zwei Kuscheltiere seiner beiden Kinder. Er übernachtet auf Campingplätzen oder in der Wildnis. „Es ist ein alter Jugendtraum“, erzählt er, den er sich jetzt erfülle.

Bei einem Outdoor-Filmfestival habe er einen Bericht gesehen über jemanden, der die Panamericana auf Rollerskates fährt. „Da kam der Jugendtraum wieder hoch.“ Jetzt habe er die Zeit dazu. „Meine Ersparnisse müssen reichen“, antwortet er auf die Frage nach der Finanzierung seines Abenteuers.

Seit drei Monaten mit dem Radl unterwegs

Das hat ihn in den vergangenen drei Monaten nicht nur zu insgesamt drei Begegnungen mit Wölfen geführt, sondern auch in rund 3000 Metern Höhe, auf die Ausläufer der Rocky Mountains. Und es lief nicht immer alles so, wie er sich das vorgestellt hatte.

„Als typischer Deutscher liebe ich es, einen Plan zu machen und zu haben“, sagt er und lächelt durchs Telefon. Kurz vor der kanadischen Stadt Calgary aber habe er vom Plan abweichen müssen: Schlechtes Wetter, Regen, Erkältung. Das war ein Moment, an dem er an die Heimkehr gedacht habe, gibt er zu. Mittlerweile aber ist er wieder wohlauf.

Pro Woche schafft Michael Weigel 500 Kilometer

Vor seinem Aufbruch hat Michael Weigel ausgerechnet, dass er für die Strecke etwa eineinhalb Jahre brauchen werde, würde er zwischen 50 und 55 Kilometer pro Tag fahren. „Tatsächlich schaffe ich etwa 500 Kilometer in der Woche“, berichtet er. Wobei: Es geht ihm nicht um Schnelligkeit, sondern um Eindrücke, um Erlebnisse, um Begegnungen. „In Kanada habe ich ganz viele besondere Menschen getroffen“, erzählt Weigel. Und Wölfe.

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