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Schäden in der Mühldorfer Straße in Forstinning (die alte B 12) gibt es genügend. Links im Hintergrund die katholische Pfarrkirche. 

Strassenerhalt kostet

ÜWG will Ortsstraße loswerden

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Warum eine Fraktion im Forstinning Rat möchte, dass die Gemeinde ihre wichtigste Straße an den Landkreis abgibt.

Forstinning – Einst war das, was heute als Münchner und Mühldorfer Straße mitten durch Forstinning führt und das Dorf quasi durchschneidet, eine Bundesstraße. Als die A 94 nach Passau noch nicht zwischen Parsdorf und Forstinning existierte, quälten sich hier täglich Zigtausende durch die Häuserzeilen. Mit Eröffnung des Autobahnabschnitts wurde die Bundesstraße schließlich zur Ortsstraße. Wurde also, was die Unterhaltslasten anging, eine Sache der Gemeinde. Eine Teure dazu.

Das rief vor über einem Jahr schon die ÜWG-Fraktion im Gemeinderat auf den Plan. Im November 2017 stellten die Unabhängigen den Antrag, dass die Gemeinde beim Landkreis Ebersberg ihrerseits beantrage, die Durchfahrt von einer Orts- zu einer Kreisstraße hochzustufen. Begründung: Sowohl das steigende Verkehrsaufkommen innerhalb der Ortschaft sowie der Umstand, dass die Mühldorfer bzw. die Münchner Straße zur Anbindung anderer Gemeinden an ein funktionierendes Straßennetz im Rahmen der Verpflichtung des Landkreises ... unentbehrlich ist, erfüllen die Voraussetzungen für eine Aufstufung...“

Damals, vor einem Jahr, hatte der Gemeinderat den Antrag der ÜWG mehrheitlich angenommen. Allerdings, so betont Fraktionssprecher Johann Hörgstetter, habe eine Umwidmung bislang nicht stattgefunden.

Die ÜWG Forstinning beantragt daher, den Gemeinderat über den aktuellen Verfahrensstand in Kenntnis zu setzen und hierfür erforderliche Informationen einzuholen. Außerdem möchte man wissen, wie die Gemeinde in der Sache weiter verfahren wolle. Der Antrag wird formell am Dienstag, 11. Dezember, im öffentlichen Teil der Ratssitzung behandelt. Die Sitzung beginnt diesmal schon um 18.30 Uhr im Rathaus. 

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