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Nadelöhr Schwaberwegen (Foto) und Moos. Durch die beiden Ortsteile führt die direkte Verbindung zwischen A94 und Ebersberg.

Umgehungsstraße

„Propaganda-Kampagne“

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Beim Für und Wider einer Umgehungsstraße für Schwaberwegen und Moos wird der Ton rauher. Die Bürgergruppe, die sich für den Bau einsetzt, wirft den Gegnern eine „Propaganda-Kampagne“ vor.

Forstinning – Zum Start des Planfeststellungsverfahrens für die Umgehungsstraße Schwaberwegen und Moos erhebt die Bürgergruppe Schwaberwegen/Moos, die sich für die Straße einsetzt, schwere Vorwürfe gegen die Bürgerinitiative St2080 und die Naturschutzverbände. In einer Stellungnahme von Freitag wirft die Bürgergruppe den Gegnern „Propaganda-Kampagne“ vor. „Im Dialog mit Bürgern anderer Gemeinden hat man nämlich den Eindruck, dass wir ausschließlich als die Vernichter des Ebersberger Forstes gesehen werden. Aus diesen Gesprächen wird ersichtlich, dass die Propaganda unserer Gegner auf fruchtbaren Boden fällt!“, steht es in dem Schreiben der Bürgergruppe Schwaberwegen/Moos, das von Carl Teine, Siegi Streb und Josef Hollmayer unterzeichnet ist.

Der eigentliche Problempunkt werde ignoriert, heißt es weiter: „Es handelt sich bei der Ortsdurchfahrt Schwaberwegen/Moos der Staatsstraße 2080 nun mal um die wichtigste Nord-Süd Autobahnzubringer-Trasse und auch Anbindung Richtung Flughafen in unserer Region. Dies nicht nur für den Raum Ebersberg/Grafing, sondern auch für den Großraum Rosenheim, dabei mit überproportionalem Anteil an Lkw-Verkehr.“

Wie berichtet, wollen sowohl der Kreisverband Ebersberg als auch die Ortsgruppe Forstinning des Bund Naturschutzes (BN) gegen die geplante Trasse kämpfen, ebenso die Bürgerinitiative St2080 Schwaberwegen und Moos. Sie alle sehen in der Umgehungsstraße, die westlich von Schwaberwegen zum Teil am Wald entlang führen würde, einen massiven Eingriff in den Ebersberger Forst.

Die Bürgergruppe Schwaberwegen/Moos hingegen wirft der Initiative vor, nicht nur aus Naturschutzgründen zu handeln, sondern auch aus eigenem Interesse: „Tatsache ist, dass hier einige Anlieger, die von einer Verlegung der Straße an den Waldrand betroffen sind, nun um ihre Wohnqualität fürchten, einen Mediensturm entfacht haben, indem sie die Naturschutzverbände instrumentalisiert haben.“

Im Zuge dessen werde der eigentliche Problempunkt ignoriert, schreiben Teine, Streb und Hollmayer: „Es geht um die Lösung einer brisanten Verkehrssituation.“ Die Forderung nach einer Umgehungslösung entspringe nicht einer blinden Naturzerstörung, sondern: „Es geht einfach darum, mit Sachlichkeit und einem exakten, sorgfältigen gesetzlich vorgeschriebenen Planungsprozess ein akutes Problem zu lösen.“ Das Problem des starken Durchgangsverkehrs durch Schwaberwegen und Moos.

Mit dem Aufbau von „Schreckensszenarien“ und der Behauptung, dass „der Ebersberger Forst in seiner Gesamtheit durch diese kleinräumige Verlegung einer 1084 Meter langen Trasse am Waldrand bedroht sei“, so die Bürgergruppe Schwaberwegen/Moos, würden „die berechtigten Belange der Anwohner und der von der Staatsstraße 2080 Gepeinigten mit Füßen getreten“.

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