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Vor zwei Wochen hat die Bürgerinitiative die möglichen Auswirkungen der Umgehungsstraße im Forst erläutert.

Ortsumfahrung Schwaberwegen

Erklärtes Ziel der Gegner: Naturjuwel bewahren

Noch einmal betonen die Gegner der Ortsumfahrung von Schwaberwegen und Moos, wie gefährlich ein Eingriff in den Ebersberger Forst wäre. Er würde Tür und Tor öffnen.

Forstinning – „Jetzt soll es unserem Ebersberger Forst definitiv an den Kragen gehen! Die vorgelegten, endgültigen Planungen des Straßenbauamtes Rosenheim für eine Ortsumfahrung der Staatsstraße 2080 durch den Bannwald bei Schwaberwegen sind naturvernichtend und skrupellos. Der unnötige Flächenfraß, der Asphaltierungswahn und das Ignorieren sinnvoller, kostengünstiger Alternativen haben System. Alle am Erhalt von Heimat und Natur interessierten Mitmenschen müssen sich wehren und gegen diesen Frevel bis spätestens 11. November Einwendungen bei der Regierung von Oberbayern erheben.“ Zu dieser Einschätzung kommt Ludwig Seebauer, der Vorsitzende des Natur- und Landschaftsschutzvereins BI-St 2080, anlässlich der gut besuchten außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins.

Bürgerinitiative kritisiert Landkreispolitiker

Seebauer erklärt dazu: „Mehr als 7000 Landkreisbewohner haben sich mit einer Petition frühzeitig an unseren Landrat und die Kreisräte gewandt, um derartige Eingriffe in das Herzstück und schützenswerte Erbe unseres Landkreises zu verhindern. Die Reaktion unserer am 15. März 2020 zur Wiederwahl stehenden Landkreispolitiker war jetzt, dafür nicht zuständig zu sein.“

Erinnerung an Landschaftsschutzgebiet

Ludwig Seebauer erinnert daran, dass 1964 der Ebersberger Forst von verantwortungsbewussten Landkreispolitikern per Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet erhoben wurde. Jedoch sei die heutige Politikergeneration nicht willens, „dieses Naturjuwel für nachkommende Generationen zu bewahren“. Sie würden aber in Landkreisbroschüren gerade mit der Einmaligkeit und zusammenhängenden Größe des Forstes werben. Der Vereinschef weiter: „Mutwillig wird wider besseres Wissen dagegen verstoßen. Oder sind es alles nur Lippenbekenntnisse, und der Forst bedeutet den Politikern in Wirklichkeit nichts. Sie sägen an dem Ast, auf dem wir und – viel schlimmer – unsere Kinder und Enkel sitzen. Eine derartige Ignoranz tut weh, zumal in Zeiten von extremen Natur- und Artenschwund, von Klimawandel, Schadstoff- und CO2-Belastung. Wehret den Anfängen.“

Bürgerinitiative warnt: „Wehret den Anfängen!“

Wegen des hohen naturschutzrechtlichen Konfliktpotenzials wurde der jetzt vorgesehene Trassenverlauf durch das streng geschützte Waldgebiet 1985 in einem Raumordnungsverfahren verworfen und 2009 in einer Machbarkeitsstudie abschlägig beurteilt. Mit der beabsichtigten Umgehungsstraße durch ein wertvolles Areal des Ebersberger Forstes wäre der Präzedenzfall für eine Vielzahl weiterer Bauvorhaben geschaffen, hieß es im Versammlungsverlauf.

Im Landkreis hat sich nach Vereinsangaben fast jeder Vierte (22,7 Prozent = 22 575 Landkreisbürger) hinter das Volksbegehren Artenschutz gestellt, bayernweit seien es mehr als 1,8 Millionen Menschen gewesen.  

So argumentieren die Befürworter der neuen Umgehungsstraße. 

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