+
Die Straßhamer Straße zwischen Forstinning und Kipfing ist zum wiederholten Male Ziel von echten „Saubären“ geworden.

Belohnung für Hinweise

Illegale Müllentsorgung entsetzt Landwirt: Erst Schafskadaver, jetzt Bauschutt

  • schließen

Die Straßhamer Straße bei Forstinning ist zum wiederholten Male von illegaler Müllentsorgung betroffen. Hier kommt es immer wieder zu illegaler Müllentsorgung. Diesmal war es „nur“ Bauschutt.

Forstinning/Forstern – Der direkte Weg zwischen dem Forstinninger Gewerbegebiet Ost (beim Wertstoffhof) und dem Ortsteil Kipfing in der Nachbargemeinde Forstern ist seit jeher nicht stark frequentiert. Das ist ganz gut so, denn einerseits handelt es sich hier zum großen Teil um eine unbefestigte Straße. Dass sich dort, im entfernteren Teil der Straßhamer Straße, vorwiegend wohl Spaziergänger aufhalten, ist bekannt und soweit auch kein Problem. Probleme aber gibt es trotzdem.

Diese Entlegenheit dort draußen, wo sich so mancher womöglich unbeobachtet genug fühlt, hat leider auch einen gravierenden Nachteil. Jedenfalls muss das Josef Mittermair aus Kipfing so empfinden. Der Landwirt bewirtschaftet zwischen Forstinninger Gewerbegebiet und dem Autobahnzubringer auch Ländereien auf Forstinninger Flur. Und musste sich nun ein zweites Mal so richtig ärgern. Ärgern über die Unvernunft von Zeitgenossen, die ihm zum wiederholten Male den entlang der Straße verlaufenden Graben mit Müll vollkippten.

Illegale Müllentsorgung: Für Hinweise auf Umweltsünder Belohnung ausgesetzt 

Diesmal ging und geht es um Bauschutt. Gut eine Tonne, schätzt Mittermair, die er dieser Tage dort draußen, weit weg von der nächsten Bebauung, eigentlich nur aus Zufall fand. „Ich bin nicht so oft dort, diesmal aber, um zu schauen, in welchem Zustand sich der Graben befindet“, erzählt er. Dabei entdeckte er den Bauschutt, der nach seiner Einschätzung schon seit Wochen dort illegal abgelagert worden sein muss. Josef Mittermair: „Ich musste leider während der Wartung der wasserführenden Drainagen feststellen, dass jetzt in diesem Bereich auf einer Länge von 100 Metern an vier Stellen illegal Bauschutt entsorgt und in den Graben gekippt wurde. Es ist sehr traurig, dass bei manchen Menschen in der Bevölkerung ein so unterschwelliges Umweltbewusstsein herrscht.“

Dass man als Landwirt den Abfall von Umweltsündern mit viel Mühe und Aufwand und teilweise mit der bloßen Hand beseitigen muss, um Biotope und Natur zu erhalten, sei aus seiner Sicht schon sehr traurig. Für die Ergreifung oder Hinweise auf den oder die Umweltsünder setzt er daher aus eigener Tasche nun eine Belohnung in Höhe von 200 Euro aus. Sollte diese Maßnahme aus seiner Sicht keinen Erfolg bringen, behält er sich eine Anzeige gegen unbekannt vor, so der Kipfinger gegenüber der Ebersberger Zeitung.

Zahlreiche Tierkadaver in Graben entsorgt

Mittermair ist Wiederholungsopfer. Vor ziemlich genau zwei Jahren, im Herbst 2016, hatte er zusammen mit Kollegen an fast der gleichen Stelle zahlreiche Tierkadaver aus dem Graben fischen müssen (wir berichteten am 17./18. Dezember 2016) . Damals war der Verursacher nicht ermittelt worden. Nach der ausführlichen Berichterstattung in der Heimatzeitung aber hatte es keinen vergleichbaren Vorfall mehr gegeben. Bis jetzt.

Inzwischen hat der Forstinninger Bauhof den Bauschutt entsorgt. Man werde sich alles aber genau ansehen. Auch, um eventuell doch Hinweise auf den Verursacher zu finden, so CSU-Bürgermeister Rupert Ostermair auf Anfrage der Ebersberger Zeitung.

Lesen Sie auch:

Der Landkreis hat nicht nur eine Problemsau

Der Klimawandel hat seine Finger überall im Spiel. Er sorgt mit für mehr Wildschweine im Landkreis, berichtet Merkur.de*. Und die sorgen für Ärger. Nun sprechen Jagdexperten.

Mit 94 km/h bei Tempo 50 unterwegs: Fahranfänger wird Führerschein wohl entzogen

Weil ein 19-jähriger Fahranfänger mit unglaublichen 94 km/h in einer 50er-Zone unterwegs war, verliert er nun wohl seinen Führerschein. Es war offenbar nicht sein erster Verstoß. Das berichtet Merkur.de*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Egmatings neue Bürgermeisterin Inge Heiler will Dorfladen und neue Spielplätze
Neuer Spielplatz, frisches Gesicht für den Schulhof, Nahversorgung ausbauen: Zu Besuch bei Egmatings künftiger Bürgermeisterin Inge Heiler.
Egmatings neue Bürgermeisterin Inge Heiler will Dorfladen und neue Spielplätze
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: +++81-Jähriger stirbt an Covid-19+++
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: Infizierte, Hintergrundberichte, Hinweise - hier gibt es die wichtigsten Entwicklungen zur Krise im Live-Ticker.
Coronavirus im Landkreis Ebersberg: +++81-Jähriger stirbt an Covid-19+++
Tafel hat genug Lebensmittel:Ab sofort auch für Arbeitslose offen
Die Poinger Tafel öffnet nun auch für jene Bürger, die wegen Corona kurzfristig arbeitslos sind. Beispielsweise für Selbstständige. Lebensmittel sind genug vorhanden.
Tafel hat genug Lebensmittel:Ab sofort auch für Arbeitslose offen
„Zweites Ettal“? - Missbrauchsverdacht im katholischen Piusheim
Prostitution im katholischen Jugendheim? Ein Gerichtsprozess hat heftige Vorwürfe gegen ein früheres Erziehungsheim  in Piusheim (Baiern) ans Tageslicht gebracht. 
„Zweites Ettal“? - Missbrauchsverdacht im katholischen Piusheim

Kommentare