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Die Gemeinde Forstinning sieht fast alle ihrer Forderungen im Planfeststellungsverfahren zur Umgehungsstraße von Moos und Schwaberwegen (Foto) erfüllt.

Umgehungsstraße

Lärmschutz für Moos und Schwaberwegen

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Die Gemeinde Forstinning sieht im Planfeststellungsverfahren für die neue Umgehungsstraße viele ihrer Forderungen erfüllt. Zum Beispiel in Sachen Lärmschutz.

Forstinning – Lärmschutzwände für die Ortsteile Moos und Schwaberwegen, Flüsterasphalt auf der kompletten Umgehungsstraße, neue Radwegunterführung südlich von Schwaberwegen, Querungshilfen und einiges mehr: „Das Staatliche Bauamt Rosenheim ist auf unsere Forderungen eingegangen. Wir haben einiges für unsere Bürgerinnen und Bürger erreicht.“ Dieses Fazit zog Forstinnings Bürgermeister Rupert Ostermair (CSU) in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, wo die überarbeitete Planung für die Umgehungsstraße von der A94 bis nach Schwaberwegen vorgestellt wurde. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens hatte die Gemeinde Forstinning bzw. der Gemeinderat mehrere Forderungen an das Staatliche Bauamt gestellt, von denen laut Ostermair fast alle umgesetzt worden sind.


Lärmschutzwände für Moos und Schwaberwegen


Er erläuterte im mit Besuchern voll besetzten Sitzungssaal sämtliche Punkte, darunter, dass für Moos und Schwaberwegen Lärmschutzwände entlang der Straße errichtet werden. Jene bei Moos werde 230 Meter lang und zwischen zwei und 3,50 Meter hoch sein; die zweite bei Schwaberwegen habe eine Länge von 350 Metern und eine Höhe von zwei Metern. Im Laufe des weiteren Verfahrens werde er sich dafür einsetzen, dass auch im Bereich Niederried ein Lärmschutz errichtet wird, kündigte Rupert Ostermair an.

Umfahrung: 2,4 Kilometer lang, davon ein Kilometer durch den Forst

Der Bürgermeister nannte in der Sitzung die wichtigsten Details der Umgehungsstraße, die vom Freistaat Bayern gebaut wird: Die Strecke ist 2,4 Kilometer lang, davon führt etwa ein Kilometer durch den Ebersberger Forst. Die Eingriffsfläche in die Landschaft betrage laut Planfeststellungsverfahren 5,08 Hektar, die Ersatzmaßnahmen seien mit 7,12 Hektar angegeben. An der Stelle, an der die neue Umgehung mit der Mühldorfer Straße (alte B12) kreuzt, werde ein Kreisverkehr errichtet mit einem Durchmesser von 45 Metern. Am südlichen Ortsende von Schwaberwegen, zum Forst hin, wird laut Ostermair ein neuer Parkplatz entstehen mit einer Größe von 25 mal 10 Metern. Dieser Parkplatz werde den bestehenden Wanderparkplatz am Ortsende ersetzen, der aufgelöst werde, so Ostermair.

Neuer Ausflugsparkplatz bei Schwaberwegen

Im Bereich, wo die Umgehungsstraße hinter Schwaberwegen, im Forst, wieder auf die Staatsstraße 2080 trifft, ist eine Fuß- und Radunterführung unter der Umgehung vorgesehen. Von dort aus wird laut Planung ein neuer Weg angelegt, der zum bestehenden Wegenetz im Ebersberger Forst führt.

Nachdem Rupert Ostermair alle Details erläutert hatte, ging die Diskussion im Gemeinderat fast ausschließlich um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern entlang der Strecke. Hier gebe es nach Ansicht von einigen Ratsmitgliedern insbesondere in Moos Verbesserungsmöglichkeiten. Darauf werde die Gemeinde das Staatliche Bauamt aufmerksam machen, kündigte Ostermair an. Außerdem werde die Gemeinde an der Forderung festhalten, dass zwischen dem neuen Kreisverkehr an der Mühldorfer Straße und Schwaberwegen ein Fuß- und Radweg gebaut wird.

Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Zur Trassenführung an sich gab es keine Meinungsäußerungen im Gemeinderat, der sich bereits für diese Variante ausgesprochen hat. Im einstimmig gefassten Beschluss in der Sitzung am Dienstag zur Planfeststellung heißt es, dass die Gemeinde Forstinning weiterhin das Staatliche Bauamt Rosenheim unterstütze, um eine schnelle Umsetzung des Baus der Umgehungsstraße zu fördern.

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