Bauhof Forstinning
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Der Bauhof der Gemeinde Forstinning: Hier ist Photovoltaik in größerer Form realisierbar.

Energiewende

Forstinning: Mehr Photovoltaik auf kommunale Dachflächen

  • vonJörg Domke
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Der Forstinninger Gemeinderat will die kommunale Photovoltaik forcieren. Auch Privatleute sollen sich mehr engagieren

Forstinning – Auf Dächern privater Immobilien befinden sich in der Gemeinde Forstinning derzeit Photovoltaikanlagen, die bis zu 311 KW Leistung liefern. Die Anlage auf dem Rathaus in der Mühldorfer Straße dagegen ist kleinerer Bauart und liefert bis zu 15 KW. Das ist insgesamt schon nicht schlecht, aber der Ort verfügt über noch viel mehr Kapazitäten. Sagte sich jetzt der Gemeinderat und beschloss am Dienstag in öffentlicher Sitzung (erneut wegen Corona in der Turnhalle der Grundschule) einen intensiveren Einstieg der Kommune ins Photovoltaik-Geschäft. Eine Vorabprüfung hatte nämlich ergeben, dass auf dem kommunalen Bauhof, dem AWO-Kinderhaus und auf dem gemeindeeigenen Mehrfamilienhaus im Otto-von-Scheyern-Weg nochmals Kapazitäten in gleicher Größenordnung vorhanden sind. Das Plenum beschloss einstimmig, die drei genannten Liegenschaften so schnell wie möglich mit entsprechender Technik auf dem Dach auszustatten.

Gemeinde hat positive Erfahrungen mit dem Rathausdach gemacht

Mit der Anlage auf dem Rathaus habe man gute Erfahrungen gemacht, so Bürgermeister Rupert Ostermair gegenüber der Ebersberger Zeitung. Er betonte, dass die eigene Energiegewinnung in erster Linie dazu dienen solle, den Eigenbedarf zu decken. Nur der überschüssig produzierte Strom solle ins Netz eingespeist werden. Dafür gibt es dann eine entsprechende Vergütung. Der Rathauschef rechnet damit, dass der Beschluss von Dienstag in zwei bis vier Monaten umgesetzt sein kann. Wenn auch die öffentlichen Dachflächen mit Photovoltaik ausgestattet sein sollten, stehe Forstinning insgesamt sehr gut da, so seine Erwartung. Verbunden mit dem neuen Vorstoß der Kommune ist die Hoffnung, dass sich weitere Privatleute motivieren lassen und eigene Anlagen anschaffen. Entlang der A 94 hat die Gemeinde Forstinning bereits drei größere Freiflächenanlagen vorzuweisen. Sie werden allesamt von privat betrieben.

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