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Gemeinsam gegen die Umgehungsstraße Schwaberwegen und Moos (v.li.): Annemarie Räder (Landesverband), Eva Maria Wirth (Ortsvorsitzende), Christine Hugo (Stellvertretende Ortsgruppenvorsitzende), Regina Wegemann (Kreisvorstand Ebersberg) vom Bund Naturschutz informierten bei einer Veranstaltung in Forstinning. 

Gegen Umgehungsstraße

Naturschützer kämpfen weiter

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Zum Start des Planfeststellungsverfahrens für die Umgehungsstraße Schwaberwegen und Moos hat der Bund Naturschutz in Forstinning angekündigt, weiter gegen die Trasse durch den Ebersberger Forst zu kämpfen.

Forstinning Bei einer Informationsveranstaltung in Forstinning hat der Bund Naturschutz (BN) in Bayern der Ortsgruppe Forstinning und der Kreisgruppe Ebersberg seine Unterstützung im Kampf gegen eine geplante Umgehungsstraße zugesichert. Das sagte die für die Region Ingolstadt und München zuständige BN-Referentin Annemarie Räder. Sowohl die BN-Orts- und Kreisgruppe als auch die Bürgerinitiative St2080 Schwaberwegen und Moos e.V. möchten die Umgehungsstraße Schwaberwegen und Moos verhindern. Weil sie, so die Ansicht der Gruppierungen, „durch ein ganz besonderes Waldareal im Ebersberger Forst“ geplant sei, wie Benjamin Wirth von der Bürgerinitiative ausführte. Besonders deshalb, weil man dort neben Feuchtbiotop und Biotopbäumen auch einen Wald besichtigen könne, „wie er in der Vergangenheit war und wie er in Zukunft wieder sein soll“.

Regionalreferentin Räder informierte, dass der BN am Planfeststellungsverfahren für die Umgehungsstraße beteiligt werde. Wie Forstinnings BN-Vorsitzende Eva Wirth berichtet, habe Räder in der Veranstaltung betont, dass „für einen wirkungsvollen Widerstand gegen die Umgehungsstraße durch den Forst die Zusammenarbeit von engagierten Gruppen und eine breite Unterstützung aus der örtlichen Bevölkerung wichtig“ sei. Dies auch in finanzieller Hinsicht, weshalb sowohl Orts- und Kreisgruppe als auch der der Landesverband zu zweckgebundenen Spenden aufrufen. Regina Wegemann, Schatzmeisterin im BN-Kreisvorstand, berichtete, dass die ersten Spenden schon eingegangen seien.

Forstinnings BN-Ortsvorsitzende Eva Wirth blickte in der Infoveranstaltung, zu der ihren Angaben zufolge über 40 Interessierte gekommen waren, auf die Historie der Umgehungsstraße für Schwaberwegen und Moos zurück, die schon im Jahr 1985 erstmals thematisiert worden sei. Damals habe sie, Wirth, zusammen mit Nachbarn über 600 Unterschriften gegen die Straße und für den Ebersberger Forst gesammelt, erzählte die Ortsvorsitzende.

Jetzt, nach 30 Jahren, startet das zuständige Staatliche Bauamt Rosenheim das Planfeststellungsverfahren. „Aus diesem Grund wirbt der Bund Naturschutz bei der Bevölkerung um Unterstützung beim Kampf gegen den Präzedenzfall ,Umgehungsstraße Schwaberwegen und Moos’ im Ebersberger Forst“, so Eva Wirth.

Spenden

Wer die Orts- und Kreisgruppe des Bund Naturschutzes finanziell unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto der BN-Kreisgeschäftsstelle Ebersberg tun. IBAN: DE04 7025 0150 0000 888206. Verwendungszweck: St2080-Ortsumfahrung Schwaberwegen und Moos.

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