Angefangen hatte alles mit einer energetischen Sanierung. Dann kam Stück für Stück dazu.Jetzt wird das Sportlerheim in Forstinning fast ein Neubau.

Forstinning: Klare Mehrheit für weitere Etage

Sportlerheim wird größer

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Eine Entscheidung, die offenbar niemand wirklich wollte, hat der Gemeinderat in Forstinning in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag gewissermaßen wieder korrigiert.

Forstinning –  Mit 11:3 Stimmen entschied sich das Plenum diesmal klar und deutlich dafür, über dem künftigen Gaststättentrakt des Sportlerheims in der Aicher Straße einen 75 Quadratmeter großen Mehrzweckraum bzw. eine etwas kleinere Wohnung zu errichten.

Wie genau dieser Bereich künftig einmal verwendet werden soll, ist indessen noch völlig offen. Eine Nutzung durch den VfB Forstinning als Raum für Besprechungen sei ebenso vorstellbar wie eine mit wenig Aufwand herzurichtende, gut 70 Quadratmeter große Wohnung, sagte VfB-Vorstand Arnold Schmidt am Dienstag nach der Sitzung auf Anfrage der Heimatzeitung. Die theoretisch denkbare Wohnung könne zum Beispiel für einen Platzwart, einen Koch oder den Wirt dienen. Die entsprechenden Leitungen und Anschlüsse werden bei Bau bereits verlegt.

Der Sportverein werde sich an den Mehrkosten durch die Teilaufstockung mit 10 000 Euro beteiligen. Bei der Gemeinde verblieben runde 50 000 Euro, die die Aufstockung mit sich bringen werde, hieß es.

Im Februar hatte der Rat noch anders entschieden. Als damals fünf Mandatsträger einschließlich des Bürgermeisters Rupert Ostermair in der Sitzung fehlten, stimmten die Ratsmitglieder trotz einer anderslautenden Empfehlung des Bauausschusses mit 5:7 gegen die Aufstockung. Erst danach erkannte man, dass es hier zu einer Entscheidung gekommen war, die weder die tatsächliche Ratsmehrheit noch die Gemeindeverwaltung wollte.

Ursprünglich war es mal ein Antrag der CSU, das Sportlerheim aus den 60er Jahren energetisch sanieren zu wollen – als eine der wenigen in Forstinning noch nicht modernisierten kommunalen Liegenschaften. Die Rede war davon, die Heizung auszutauschen. Bekannt war auch, früher oder später das asbesthaltige Dach austauschen zu müssen.

Als es dann konkreter wurde, stellte man fest, dass mit der Sanierung des Sanitär- und Umkleidetrakts eine Aufstockung Sinn mache. Je tiefer dann Handwerker ins Innere des Baukörpers vordrangen, um so deutlicher wurde, dass es sich lohnen könnte, gleich gescheit ans Werk zu gehen. So kam es auch zum zunächst nicht geplanten Abriss des Gaststättentrakts. So kam es am Ende auch zu dessen nun beschlossene Aufstockung samt Pultdach. Dafür hatte FW-Ratsherr Hans Hörgstetter die entscheidenden Impulse gegeben.

Der Planer Werner Ehrnstraßer achtete dabei darauf, dass die Gesamtfläche des Heims in Zukunft knapp unter 400 Quadratmeter bleiben werde. Ansonsten wären strengere brandschutztechnische Auflagen zu erfüllen gewesen.

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