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Gut 100 Bürger kamen zur Bürgerversammlung ins Rupert-Mayer-Haus. Hauptthema bei der Aussprache war die A 94 und ihre Folgen auf die Gemeinde.

Bürgerversammlung Forstinning

Die verlängerte A 94 ist zum Fluch für Forstinning geworden

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Viele freuen sich über die Möglichkeit, schneller als je zuvor von Mühldorf nach München und zurück zu fahren. In Anzing und Forstinning nicht. 

Forstinning – Forstinning hat ein (neues) Verkehrsproblem. Nicht der andauernde Konflikt um eine Ortsumfahrung für Moos und Schwaberwegen stand am Mittwoch im Verlauf der Bürgerversammlung im Fokus. Vielmehr geht es neuerdings um die Folgen der Verkehrsfreigabe der A 94 zwischen Pastetten und Heldenstein und eine daraus resultierende signifikante Zunahme des täglichen Ausweich- und Stau-Umfahrungsverkehrs vorwiegend auf der alten B 12 in Forstinning, aber auch in Anzing.

Ausweich- und Stauverkehr in den Ortsmitten

Genau das hat die Bürgermeister der beiden Nordgemeinden, Rupert Ostermair, und Franz Finauer, jetzt dazu bewogen, einen Brief an die Autobahndirektion Südbayern zu verschicken. Darin schreiben die beiden Rathauschefs von zäh fließendem Verkehr bzw. von Rückstaus auf der Autobahn; beginnend an der Einmündung der FTO und endend an der Anschlussstelle Pastetten. Beide verweisen zugleich auf entsprechende, offenbar immer wiederkehrende Radio-Verkehrsdurchsagen. Die gemeindlichen Straßen würden, infolge auch der technischen Entwicklung von Navigationshilfen in Pkw und Lkw, zunehmend zu Ausweichstrecken mit nicht unerheblichen Folgen für die Anwohner. Ostermair und Finauer fordern daher die Autobahndirektion auf, die „nicht mehr hinnehmbare Situation durch geeignete und schnell zu verwirklichende Maßnahmen zu verbessern“.

Was das konkret sein könnte, sagte Ostermair vor gut 100 Bürgern, die am Mittwoch ins Pfarrheim zur regulären Bürgerversammlung kamen. Vorstellbar seien automatische Verkehrssteuerungssysteme, die beispielsweise bei bestimmten Verkehrslagen ein Tempolimit auf der A 94 herstellten. Die Hoffnung: Bei weniger Tempo entsteht nicht so schnell ein Rückstau.

Forstinning fordert Tempolimits auf der A94

Forstinninger Bürger bestätigten im Plenum das, was die Bürgermeister da nach München versendet hatten. Kathrin Nagy beispielsweise von der Löfflmühle sprach von einem Grundrauschen, das man inzwischen in weiten Teilen Forstinnings vernehme. Eine Folge davon, dass der früher bestandene Geschwindigkeitstrichter nun nicht mehr existiere, wie ihr Ostermair assistierte. Auch aus dem Bereich Moos kamen gleichlautende Beschwerden. Eine andere Versammlungsteilnehmerin machte darauf aufmerksam, dass sich im allmorgendlichen, innerörtlichen Stau die Regionalbusse verspäteten und man daher die Bahn-Anschlüsse in Markt Schwaben verpasse.

Es zeige sich, so Rupert Ostermair, dass die Grundlage für Lärmimissionen im Zusammenhang mit der A 94 damals Berechnungen gewesen seien und nicht Messungen. Eine Lösung könne nur im Gesamtpaket erfolgen. Einzelmaßnahmen brächten unter dem Strich aus seiner Sicht nichts. Viel Hoffnung setzt man daher offenbar auf ein interkommunales Verkehrskonzept. Ostermair warnte jedoch davon, eine rasche Problemlösung zu erwarten. 

Auch das könnte interessant sein: Forstinning: Rupert Ostermair (CSU) will Bürgermeister bleiben

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