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Gesellige Runden bei der Kolpingfamilie Forstinning, hier eine Archivaufnahme, können bald der Historie angehören. Der Gruppe droht die Auflösung.

Kolpingfamilie Forstinning

Das Ende droht

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Forstinning - Was wird aus der Kolpingfamilie Forstinning. Dringend sucht man einen neuen Vorstand. Die Würfel müssen schnell fallen. 

Die ersten beiden Monate im neuen Jahr werden existenziell wichtig für die Kolpingfamilie in Forstinning. Entweder es findet sich möglichst bald ein neuer Vorstand, oder aber der rund 30 Jahre bestehenden Gemeinschaft droht die Auflösung.

Mit diesem Schicksal ist die Forstinninger Kolpingfamilie weißgott nicht allein: Vorstände, teils seit Jahrzehnten aktiv, signalisieren irgendwann einmal, dass sie für Ämter an vorderster Spitze in ihren Vereinen oder Verbänden nicht mehr zur Verfügung stehen. Doch unter den Mitgliedern findet sich niemand, der Verantwortung übernehmen möchte bzw. kann. Genau dieses erleben derzeit die Kolpingleute in Forstinning.

Wolfgang Arnold, der als Evangelischer 20 Jahre lang der Ortsgruppe vorstand, hatte schon heuer im Frühjahr klar gemacht, dass er zusammen mit dem Zweiten Vorstand Karl Hofmann den ehrenamtlichen Posten nicht mehr bekleiden wolle. Seither wird die Kolpingfamilie kommissarisch geführt.

Beim Diözesanverband weiß man um die Problematik. Und schickte heuer bereits eine Moderatorin, die die Mitglieder zu einer internen Versammlung eingeladen hatte, wie der Präses der Kolpingfamilie, Pfarrer Bernhard Waldherr, auf Anfrage berichtete. Dort sei es darum gegangen, Wege und Möglichkeiten auszuloten, die im Idealfall zu einem Weiterbestand der Gruppe führen. Der Tenor sei eindeutig gewesen, so der Pfarrer des Pfarrverbandes Anzing/Forstinning. „Über 90 Prozent wünschten sich den Weiterbestand“, wie Bernhard Waldherr natürlich auch. Aber neue Leute, die sich zur Übernahme von Vorstandsaufgaben bewegen ließen, gab es bei der Suche bislang noch nicht.

Demnächst, schon im Laufe des Januars, wird ein zweiter Anlauf unternommen. Intern soll es laut Waldherr ein Projektgruppentreffen geben, zu dem alle interessierten Mitglieder eingeladen sind. Dabei soll erörtert werden, wie ein Programm der Zukunft ausschauen könnte. Sollte dieser Termin ebenfalls das Fehlen willigen Personals nicht beenden, drohe der Kolpingfamilie in einer für Februar einberaumten Jahreshauptversammlung die Auflösung.

Ein Schicksal, das Waldherr tunlichst vermeiden möchte, zumal sich die Kolpingfamilie Anzing, was bekanntlich zu seinem Pfarrverband gehört, vor Jahren schon aufgelöst und die Mitglieder weitgehend in der Forstinninger Gruppe eine neue Bleibe gefunden hatten. Aus den nahezu gleichen Gründen, wie sie jetzt in Forstinning vorliegen.

Eine andere Option wäre, theoretisch, ein Anschluss Forstinnings an die Markt Schwabener Familie; oder ein Aufgehen im Gesamtverband.

Die Forstinninger Kolpingfamilie hat derzeit rund 80 Mitglieder. Von der Altersstruktur her handelt es sich sich vorwiegend um ältere Mitglieder. Mit Vorträgen über Reisen oder theologische Themen, dem Emmausgang oder der Adventfeier hatte man zuletzt de facto reine Seniorenarbeit geleistet, wenngleich der eigentliche Auftrag ein anderer ist. Waldherr hält es daher für besonders dringend, sich künftig so neu auszurichten, dass Familien und jüngere Menschen wieder Zugang finden. Vorher aber müssen noch zwei gefunden werden, die Vorstandsaufgaben übernehmen wollen. Für andere Posten, etwa beim Schriftführer, Kassier oder bei den Beiräten, wären Kandidaten vorhanden, so Waldherr. Interessenten wenden sich am besten direkt an ihn, Präses Waldherr, im Pfarramt Anzing oder an Wolfgang Arnold.

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