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Rot und grün markiert sind die Flächen nahe der A 94, die die Landkreise Erding und Ebersberg tauschen. 

Wegen der A 94 durchs Isental

Landkreise Ebersberg und Erding tauschen Flächen

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Dass eine Grenze nichts auf ewig Festgeschriebenes ist, lässt sich derzeit im Norosten des Ebersberger Landes beobachten. 

Forstinning/Pastetten –  Zwischen Pastetten im Kreis Erding und Forstinning im Kreis Ebersberg wird die Gemeindegrenze verschoben – und damit auch die zwischen beiden Landkreisen.Beide Landkreise werden ihr Gesicht behalten, es geht um gerade einmal 21 738 Quadratmeter. Und: Die Flächen werden getauscht, die Größe der Kreise ändert sich also auch nicht.

Jetzt gab der Erdinger Kreisausschuss günes Licht. Auslöser für die neue Grenzziehung ist der Bau der A 94 München-Passau durch das Isental. Ganz neu ist das Vorhaben nicht, die Kreisräte hatten sich damit bereits im Mai 2012 befasst. Nun hat die Regierung von Oberbayern die Tauschgebiete noch einmal neu berechnet.

Matthias Huber von der Erdinger Kreisverwaltung berichtete, dass es um kleine Abschnitte bestehender sowie im Zuge des Baus der Isentalautobahn neue Feldwege entlang der A 94 gehe. „Durch die Gebietsänderung wird die Unterhaltspflicht für diese Wege vereinfacht und klar geregelt“, so Huber. Außerdem könnten so Unterhaltskosten gesenkt werden. Gewinner des Tauschs sind Pastetten beziehungsweise der Landkreis Erding. Denn Erding gibt vor allem Waldflächen ab und bekommt dafür von Forstinning/Ebersberg (höherwertige) Ackerböden. Die knapp 22 000 Quadratmeter sind weder bebaut noch bewohnt. Die neue Grenze soll zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Der Beschluss im Kreisausschuss erging einstimmig.  

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