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Gesperrt: Semptbrücke zwischen Forstinning und Markt Schwaben.

Bei Markt Schwaben

Semptbrücke: Eigentümer gesucht

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Nicht einfach: Bevor die Semptbrücke an der Markt Schwabener Walkstraße saniert werden kann, müssen erst einmal die Eigentumsverhältnisse geklärt werden.

Markt Schwaben/Forstinning – Die Brücke an der Walkstraße über die Anzinger Sempt ist sozusagen eine der direktesten Verbindungen zwischen den beiden Gemeinden Markt Schwaben und Forstinning. Doch es gibt derzeit ein Problem: Das Bauwerk ist in einem so schlechten Zustand, dass man sich zuletzt entschieden hatte, sie für schwerere Nutzer nicht mehr zuzulassen. Lediglich für Fußgänger und Radlfahrer ist ein Überqueren der Sempt an dieser Stelle derzeit möglich.

Der Sanierungsbedarf ist also unbestritten. Doch was will man künftig hier haben? Und: Wem gehört das Bauwerk eigentlich? Eine nicht unwesentliche Frage, denn mit der Antwort ist schließlich direkt auch verbunden, wer hier zur Kasse gebeten werden kann bzw. muss. Ist also die Gemeinde Markt Schwaben zuständig – oder Forstinning? Oder sind es beide? An der besagten Stelle ist die Sempt zugleich Grenzfluss zwischen beiden Nordgemeinden.

Zurzeit ist es noch so, dass die Eigentumsverhältnisse als ungeklärt gelten. So jedenfalls sieht es die Schwabener Gemeindeverwaltung. Auch in Forstinning wisse man es zunächst nicht besser, hieß es im Schwabener Ausschuss.

Bevor also ein Sanierungskonzept in Gang gebracht wird, will die Marktgemeinde klären, wem das Bauwerk gehört. Zugleich ermächtigte der Haupt- und Bauausschuss die Schwabener Verwaltung, mit der Gemeinde Forstinning und den direkten Anrainern Gespräche über eine Finanzierung einer Fußgängerbrücke zu führen.

Ja, es ist ausdrücklich in dem Beschluss von einer Fußgängerbrücke die Rede. Denn im Bauausschuss kam auch immer wieder zum Ausdruck, dass man aus Markt Schwabener Sicht mehr eigentlich nicht für erforderlich halte. „Wenn Forstinning mehr will, müssen sie auch für die Mehrkosten aufkommen“, meinte Dritter Bürgermeister Joachim Weikel. Die Einschätzung des Grünen-Mandatsträgers blieb unwidersprochen.

In der Marktgemeinde scheint man sich Sorgen zu machen, dass eine auch autotaugliche Brücke mehr Verkehr ins Moos ziehen könnte; was man eigentlich aber nicht will.

Bis auf Weiteres gilt: Die Semptbrücke ist für den öffentlichen Verkehr geschlossen. Der Schwabener Bauhof hatte sie zuletzt lediglich provisorisch instandgesetzt, damit wenigstens Fußgänger sie benutzen können. Sollte ein Übergang auf Dauer gewünscht werden, müsste die Brücke in jedem Fall erneuert werden.

Dem Vernehmen nach favorisiert Forstinning einen Bau einer Brücke, die auch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht aushalte. Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt hätten grundsätzlich nichts dagegen, teilte das Schwabener Bauamt dazu mit.

Die Gemeinde Forstinning soll auch schon die Bereitschaft zu einer am Ende wie auch immer gearteten Kostenbeteiligung angedeutet haben, wurde auf der Sitzung deutlich.

Der Ausschuss beschloss einstimmig, erst Entscheidungen anzugehen, wenn klar sei, wem das marode Brückenbauwerk eigentlich gehöre.

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