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Sylvia Hilmer mit ihren Hunden „Mila“ und „Joker“.  

Hund und Mensch

Spürnasen auf vier Pfoten

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Hundetrainerin Sylvia Hilmer bietet in Forstinning erstmals eine Krimitour für Tier und Mensch an.

Forstinning – Die amtierende Faschingsprinzessin ist kurz vor der Wahl für die neue Saison mit einem präparierten Krapfen lebensgefährlich vergiftet worden. Sie brach zusammen und wurde in einem Waldstück bei Forstinning entdeckt, die junge Frau liegt mittlerweile in der Intensivstation eines Krankenhauses. Die Spurensicherung der Polizei hat die Fundstelle weitgehend untersucht, doch haben sie scheinbar Spuren übersehen. Wer war der Attentäter? Eine der Konkurrentinnen für die Prinzessinnenwahl? Ein Freund? Ein Nebenbuhler? Hinweise auf den Täter und zur Lösung des Falls liegen in dem Waldstück verstreut.

Das ist die Ausgangslage der Krimitour, die Sylvia Hilmer am Sonntag, 11. Februar, in Forstinning anbietet. Es ist die erste Veranstaltung dieser Art, die die 45-Jährige aus Neubiberg (Kreis München), die in Angelbrechting eine Hundeschule betreibt, anbietet. Die Ermittlungsgruppe: Hunde und deren Herrchen bzw. Frauchen. Maximal zwölf Paare. „Die Hunde müssen keine bestimmten Voraussetzungen erfüllen“, sagt die Hundetrainerin. Gut zwei Stunden vor Beginn der Tour wird sie im Wald Fährten und Spuren legen, die von den Hunden erschnüffelt werden sollen. Dazu versteckt sie Hinweise für die Hundehalter, sodass jeder zur Lösung beitragen kann. „Es handelt sich nicht um einen Wettbewerb, in dem der schnellste und beste Hund gewinnt, sondern um eine Aufgabe, die die gesamte Gruppe gemeinsam löst.“

Die meisten Fährten wird sie mit Wurstwasser am Boden legen, eine Aufgabe, die eigentlich jeder Hund lösen kann, sagt Hilmer. „Manche Hundebesitzer sind immer wieder überrascht davon, was ihr Tier kann, wenn man ihm entsprechende Aufgaben stellt“, sagt die Hundetrainerin, die seit viereinhalb Jahren die Rettungshundestaffel der Freiwilligen Feuerwehr Aschheim betreut. „Mir macht es Spaß, mich auszutoben und den Menschen zu zeigen, was Hunde alles lesen können“, sagt Sylvia Hilmer über die Motivation für ihre erste Krimitour. Da sei es egal, dass die Vorbereitungen viel Zeit in Anspruch nehmen, angefangen von der Geschichte bis hin zur Suche nach dem geeigneten Areal.

Die Tour nahe des Naturpfades Forstinning werde insgesamt etwa zwei Stunden dauern. Zunächst erzählt sie die Geschichte, dann geht es zum Start der Ermittlungen an den Tatort. „Die reine Gehzeit bis zum Ende wird etwa 50 Minuten betragen“, schätzt Hilmer. Die Hundetrainerin wird die Gruppe auf ihrem Weg begleiten. Wichtig: Die Hunde bleiben stets angeleint. Genau so wichtig: „Der Spaß soll im Vordergrund stehen.“ Für Hund und Mensch.

Infos:  www.hundeschule-hilmer.de

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