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Nur ein Beispiel: Bushaltebuchten wird es auf keinen Fall geben.

Verkehr rund um Forstinning

Viele Wünsche, wenig Erfolg

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Kurz vor der Bürgerversammlung hat sich der Forstinninger Gemeinderat  mit den Wünschen der Bürger auseinandergesetzt, was den Verkehr im Ort angeht. Fazit: Das meiste davon ist nicht machbar. 

Forstinning – Einen ganzen Strauß an Vorschlägen zur Verbesserung der Verkehrssituation speziell im Zuge der Ebersberger Straße im Ortsteil Schwaberwegen hatte es vor gut einem Jahr im Rahmen der regulären Bürgerversammlung gegeben. Doch was ist aus den Vorschlägen geworden? Antworten auf diese Fragen lieferte die Gemeindeverwaltung im Rahmen der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Und damit noch rechtzeitig vor der nächsten Forstinninger Bürgerversammlung, die am Donnerstag, 30. November, ab 20 Uhr, im Pfarrheim Rupert-Mayer-Haus stattfinden wird.

Es waren zum Beispiel Bushaltebuchten, die Bürger vor einem Jahr anregten, um die Gefährlichkeit in diesem Straßenabschnitt abzumildern. Ein Vorstoß, der ins Leere zu gehen scheint, denn laut Gemeinde habe das Landratsamt signalisiert, Buchten innerorts in der Regel nicht mehr errichten zu wollen. Es sei sicherer, wenn der Bus auf der Fahrbahn halte.

Ein zweiter, geradezu revolutionärer Vorschlag, lautete: Das Linksabbiegen aus Ebersberg kommend bei der Kreuzung beim Vaas in Richtung Niederried zu verbieten und den Verkehr stattdessen etwas später über die Niederrieder Straße in Richtung Anzing zu führen. Auch hier signalisierten sowohl Polizei als auch Straßenbauamt keine Bereitschaft mitzuziehen. Die PI Poing brachte u.a. den unzureichenden Ausbauzustand der Niederrieder Straße und die nicht vorhandenen Schleppkurven ins Spiel. Außerdem sehe man keine Veranlassung zu einem solchen Eingriff, weil die Unfallgeschehnisse hier eher unauffällig seien. Die Rosenheimer Straßenbauer fügten an, dass vor dem Hintergrund der geplanten, aber umstrittenen Ortsumfahrung westlich an Schwaberwegen vorbei diese Lösung von ihnen nicht weiter verfolgt werde.

Auch eine von Anliegern angesprochene Querungshilfe in Schwaberwegen wurde von den Behörden abgelehnt. Die hierzu erforderliche Anzahl an Mindestquerungen werde nicht erreicht, hieß es. Notwendig wären mindestens 50 Querungen pro Stunde.

Abgelehnt wurde auch der Vorschlag, die Ortsendeschilder bei Schwaberwegen und Moos zu beseitigen, um so eine durchgehende 50-km-Reduzierung zu erwirken. Geht nicht, hieß es aus dem Landratsamt. Eine Temporeduzierung sei auch nicht nötig, weil es in dem genannten Abschnitt keine größeren Gefährdungen gebe.

Als rechtswidrig wird zudem eingestuft, in ganz Schwaberwegen im Zuge der Ebersberger Straße Tempo 30 einzuführen; auch das eine der Forderungen von vor einem Jahr.

Beschränkungen könne man nur anordnen, wenn eine „Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko der Teilnahme am Straßenverkehr erheblich übersteigt“. Das sei hier nicht der Fall.

Die nächste Abfuhr erhielten die Antragsteller, die eine durchgezogene Linie im Zuge der Ebersberger Straße wünschten.

Rechtswidrig, sagte das Landratsamt dazu. Auch einen festen Blitzer wird es vorerst nicht geben. Feste Kontrollvorrichtungen müssten vom Innenministerium genehmigt werden, und das genehmige solche Sachen nur in Großstädten.

Um die Liste der abschlägigen Behördenhinweise komplett zu machen: Einen Fußgängerüberweg bei der Verkehrsinsel in Nähe des Gewerbegebiets Moos gibt es ebenfalls nicht.

Ganz erfolglos aber waren die konstruktiven Beiträge der Forstinninger aus dem vergangenen Jahr dann aber doch nicht: Dem Wunsch, die Ampelanlage in der Schwaberwegener Kreuzung erst um 22 Uhr statt schon um 20 Uhr abzuschalten, wurde längst entsprochen. Die Resonanz darauf ist allgemein offenbar sehr positiv.

Und in einem letzten Vorgang läuft noch die Prüfung und ggf. die Umsetzung. Aus der Bürgerschaft kam der Vorschlag, die Möglichkeiten des Linksabbiegens von Aitersteinering kommend in die B 12 Richtung Autobahnauffahrt zu erleichtern durch entsprechende bauliche Zusatzmaßnahmen. Einen entsprechenden Antrag hat man, so hieß es im Gemeinderat, an das Staatliche Bauamt Rosenheim geschickt. Mit einer möglichen Umsetzung kann im Frühjahr 2018 gerechnet werden.

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