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Auf dieses Foto ist er stolz: Peter Stefan mit dem Handy-Bild, das ihn nehem Bundeskanzler Kurz zeigt.

Peter Stefan (60) 

Weltpresse interessiert sich für diesen Forstinninger

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Peter Stefan kennt den Umgang mit Journalisten. Die EZ hat über den 60-Jährigen schon berichtet, weil er einmal im Jahr als Österreicher den Forstinningern das französische Boule-Spiel beibringt. Am Samstag interessierte sich die internationale Presse für ihn.

Forstinning – Es gibt Menschen, denen ist die Fröhlichkeit und Lebenslust quasi ins Gesicht geschrieben. Peter Stefan aus Forstinning passt in diese Kategorie. Ein Tag voller Gaudi scheint ihm stets ein guter Tag zu sein. Der vergangene Samstag war so ein Datum, das der Wahl-Forstinniger so schnell nicht vergessen wird. Stefan rückte quasi für ein paar Minuten ins Rampenlicht der europäischen Presse. Gab Fernsehinterviews für fünf, sechs Sender, die er sich gar nicht alle merken konnte. Und war am Abend sogar in der Tageschau zu sehen und zu hören. Als Partner an der Seite „seines“ Bundeskanzlers Sebastian Kurz.

Der hatte vereinbarungsgemäß zum 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Auf dem Gipfel der Planai. Und weil es das Wiener Bundeskanzleramt so wollte, im Beisein ausgewählter Mitbürger. Die Gemeinde Schladming, in der Peter Stefan zur Welt kam, hatte den Forstinninger zu diesem Zweck angerufen und ihn eingeladen: Weil er gebürtiger Schladminger ist, Ausländsösterreicher dazu und, was heutzutage nicht unwesentlich ist, ein – wie er sagt– überzeugter Europäer.

Also ging es am Samstag auf den Gipfel. Stefan in seiner Schladminger Tracht und mit Europafahne unter dem Arm. Sozusagen ein gefundenes Fressen für die internationalen Medienvertreter. „Die Einladung war für mich eine Verpflichtung und große Ehre zugleich“, so der Baumanager, der seit fast 40 Jahren in Bayern lebt.

Bereitwillig gab er Interview für Interview. Fast alle österreichischen Zeitungen druckten etwas ab. Um 16 Uhr brach der Lebemann dann aber schnell wieder auf nach Forstinning, weil dort ein zweiter, ihm mindestens ebenso wichtiger Termin anstand: das alljährige Boulefest seiner Forstinninger Freunde. „Das ist mir inzwischen so wichtig, dass ich darauf nicht verzichten will“, sagt Peter Stefan.

Um 18.30 Uhr war er, umgezogen in sportlicher Tracht, am Platz in der Stauhamer Straße. Wo er mindestens ebenso begehrt war wie oben auf der Planai. Immerhin warteten dort fast ein Dutzend Kameraden, die sich vom Fachmann auch heuer wieder die Geheimnisse des französischen Ballspiels erklären lassen wollten. Und dazu zahlreiche schon gestandene Boule-Freunde. Um 20.30 Uhr meldete sich dann sein Chef bereits per SMS mit dem Hinweis, dass da was lief in den Nachrichten.

Tagsüber der Kanzler, am Abend die Kugeln aus Eisen: Abwechselungsreicher konnte der 30. Juni für Peter Stefan kam laufen.

Bleibt noch die unausweichliche Journalistenfrage, wovon er in der Nacht auf Sonntag denn geträumt hat. Peter Stefan: „Ich kann mich an keinen Traum erinnern, der Wein und die französische Brotzeit waren zu gut“

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