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Rauch über der Wolfmühle in Forstinning. Nur mit viel Glück wurde ein größeres Unglück verhindert.

Brand in der Wolfmühle

Katastrophe verhindert

  • VonJörg Domke
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Weil die Tochter der Betreiber-Familie wegen der Ferien daheim war und ihr Geräusche komisch vorkamen, wurde womöglich ein Großbrand verhindert.

Forstinning – Die Erleichterung ist Andreas Löffl noch Stunden nachher anzumerken. „Wir sind heilfroh, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, sagt er. Noch immer tief beeindruckt, wie unaufgeregt, wie professionell und wie immens organisiert rund 50 Feuerwehrleute aus immerhin fünf Ortsgruppen zu Werke gingen, um eine Katastrophe zu verhindern.

Man habe „Glück im Unglück“ gehabt, sagt auch Ersatzleiter Mathias Weigl, Kreisbrandmeister aus Forstinning. Auch er vernehmbar stolz ob der reibungslosen Zusammenarbeit der beteiligten Kräfte.

Aber was war da passiert?

Gegen 8.50 Uhr ging ein Alarm bei der Feuerwehr ein: Brand in der Wolfmühle. Die Tochter des Betreiberpaars Kathrin Nagy und Andreas Löffl – wegen der Herbstferien anders als sonst zuhause – hatte am Morgen zunächst nur ein Gurgeln im Heizungsbereich gehört und ihre Eltern verständigt. Die hatten zuerst noch nichts Schlimmes geahnt, dann aber doch genauer hingeschaut und schnell gespannt, dass hier mehr vorliegt als ein akustisches Problem. Die Situation sei ganz kurios gewesen, schildert Löffl. „Man steht draußen auf dem Hof und sieht nichts“, berichtet er. Auch wegen des morgendlichen Nebels, der sich über die Sempt und das Moos deckte. Doch dann ging alles ganz schnell. Anruf bei der Feuerwehr. Und umgehend waren Einsatzkräfte aus Forstinning da, aus Anzing, Markt Schwaben, Neufarn und Forstern. Im Trakt nahe des bekannten Bioladens hatte sich gelagertes Brennholz entzündet. Die Flammen drohten sich auf Nebenbereiche auszudehnen. Dann wäre es brenzlich geworden.

Wegen der großen Rauchentwicklung waren vor allem Atemschutzleute unter den Feuerwehreinsatzkräften gefragt. In gut 20 Minuten gelang es, den Brandherd einzugrenzen und das Feuer unter Kontrolle zu bringen, so Weigl.

Dabei reichte den Feuerwehrleuten das mitgebrachte Löschwasser. Eine Entnahme aus der nahe gelegenen Sempt sei zwar in Erwägung gezogen worden, dann aber nicht nicht nötig erachtet worden, so der Einsatzleiter.

Andreas Löffl geht von einem technischen Defekt aus. Das ergaben nach seinen Angaben die ersten Untersuchungen der Brandermittler. Allen Beteiligten wolle er unbedingt seinen Dank und seinen Respekt für die geleistete Arbeit aussprechen.

Viel Zeit zur Erholung hatte der eine oder andere unter ihnen übrigens nicht. Der Ersatz auf dem Mühlenareal war gegen 11.15 Uhr offiziell beendet. Und nahezu im direkten Anschluss daran ging es zu einem vermeintlichen Wohnungsbrand nach Markt Schwaben. Dort hatte aber, Gott sei Dank, nur jemand sein Mittagessen anbrennen lassen. Die Rauchmelder schlugen jedoch an.

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