Mit den Enkelkindern auf dem Traktor: An diesen Ausflügen hatte der Familienmensch Martin Moosmeyer seine Freude. Mit 70 Jahren ist er überraschend gestorben. FOto: Familie
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Mit den Enkelkindern auf dem Traktor: An diesen Ausflügen hatte der Familienmensch Martin Moosmeyer seine Freude. Mit 70 Jahren ist er überraschend gestorben.

Langjähriger Lokalpolitiker

Martin Moosmeyer aus Frauenneuharting gestorben: Ein behutsamer Steuermann

  • Max Wochinger
    vonMax Wochinger
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Martin Moosmeyer aus Frauenneuharting vereinte Führungsstärke und Bescheidenheit. Nun ist er verstorben. Ein Nachruf.

Frauenneuharting – Für die Angehörigen der Mittelpunkt der Familie, für die Lokalpolitik und Gesellschaft in Frauenneuharting ein wichtiger Anker: Martin Moosmeyer ist überraschend verstorben. Der Familienmensch und Lokalpolitiker wurde 70 Jahre alt.

Moosmeyer war ein kommunikativer Mensch. „Er ist gerne unter Leute gegangen, war immer auf Veranstaltungen“, sagt seine Tochter, Tina Demmel (39). Trotzdem sei er ein ruhiger Zeitgenosse gewesen, imer interessiert und hilfsbereit.

Moosmeyer hinterlässt eine Ehefrau, drei Kinder, vier Enkelkinder

Moosmeyer hinterlässt eine Ehefrau, drei Kinder, vier Enkelkinder. „Die waren ihm sehr wichtig“, sagt Demmel. Er habe seine Enkelkinder oft auf dem Traktor mitgenommen, etwa in den Wald. Er hat gerne Holz gemacht, erzählt die Tochter. Fahrradfahren und Tagesausflüge zählten zu seinen Hobbys. Nicht zu vergessen seine Löwen: Moosmeyer war Gründungsmitglied der „Fuiznlöwen“, des Frauenneuhartinger Fanclubs vom TSV 1860 München.

Bis zu seiner Rente arbeitete Moosmeyer beim Landesamt für Tierzucht. Er war Fütterungsberater für die Viehbauern der Region.

Er war 16 Jahre lang CSU-Vorsitzender seiner Gemeinde

Der Mensch Moosmeyer war aber mehr als Arbeitnehmer und Familienmittelpunkt. Er setzte sich für das gesellschaftliche Leben in Frauenneuharting und im Landkreis ein. Er war 16 Jahre lang CSU-Vorsitzender in der 1500-Einwohner-Gemeinde, war Kreis- und Gemeinderat.

Der Frauenneuhartinger Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz hat bei Moosmeyer die politische Disussion kennengelernt. Lenz hat den Verstorbenen schon lange gekannt. „Er war eine Autorität“, erinnert er sich. Selbst habe er sich aber nie als „große Nummer“ bezeichnet.

„Martin Moosmeyer hat unsere Gemeinde für Jahrzehnte geprägt“

Moosmeyer sei nicht dogmatisch gewesen, er habe Politik immer kritisch begleitet. Das habe ein Klima in der Frauenneuhartinger CSU geschaffen, in dem kontrovers diskutiert worden sei. „Das hat mir gefallen“, sagt Berufspolitiker Lenz. Moosmeyer habe kein Blatt vor den Mund genommen. Er hatte vor allen Respekt und vor niemandem Angst. Schlagfertig, überlegt, humorvoll, unaufdringlich. So beschreibt Andreas Lenz seinen Parteikollegen. Der Abgeordnete sagt: „Martin Moosmeyer hat unsere Gemeinde für Jahrzehnte geprägt.“

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