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Der Frauenneuhartinger Ortsteil Tegernau wurde beim Breitbandausbau vergessen. Jetzt soll er kommen und zwar besser als ursprünglich geplant. 

Ortsteil wurde beim Breitbandanschluss vergessen

Datenpanne in Tegernau

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Der Frauenneuhartinger Ortsteil Tegernau ist bei der Versorgung mit Breitbandanschlüssen vergessen worden. 

Frauenneuharting – Noch ist nicht‘s verloren: Jetzt sollen die Anschlüsse nämlich schnell nachgeholt werden und noch besser werden als ursprünglich vorgesehen. Im Juni des vergangenen Jahres war der Vertrag mit der Telekom unterschrieben worden. Die Ortsteile Lauterbach, Eschenloh, Gersdorf und auch Tegernau sollten in Ausbauphase I mit bis zu 50 Mbit/s-schnellen Breitbandanschlüssen versorgt werden. Fast hätte das auch geklappt, aber nur fast. 

Jetzt bestätigte Frauenneuhartings Bürgermeister Eduard Koch, dass die Tegernauer im Ausbau irgendwie vergessen wurden. Wie das genau passieren konnte, ließ sich auch mit einem Runden Tisch nicht mehr klären. Eigentlich sollten alle Wohngebiete entlang der Kreisstraße EBE 20 vorrangig bedient werden. Noch aber lässt sich alles reparieren.

Koch hat für die Tegernauer sogar ein kleines Trostpflaster. Denn die Telekom hätte das schnelle Glasfaser nach ursprünglichem Plan nur bis zu den jeweiligen Verteilern verlegt, den Rest der Strecke hätten dann konventionelle Kupferkabel übernehmen sollen. Die dämpfen aber das Signal. Jetzt wird sich das schnelle Internet für die Bewohner dieses Ortsteils zwar verzögern, „dafür wird das Glasfaser bis zur Grundstücksgrenze verlegt“, informierte Koch über seinen Wissensstand. So wäre der Ausbau zwar mit einer zeitlichen Verzögerung, gleichzeitig aber mit einer qualitativen Verbesserung verbunden.

Offensichtlich hat die Datenpanne mit Daten selbst zu tun. Ob jetzt die Telekom, die für das gesamte Netz zuständig ist, falsche Zahlen geliefert hat, oder ob das beauftragte Ingenieurbüro aus dem gelieferten Material die falschen Schlüsse gezogen hat, ließ sich auch trotz genauerer Betrachtung nicht mehr 100-prozentig feststellen, bedauert Koch.

Für die Ausbauphase II, in der jetzt alle Einöden und Weiler der Gemeinde angeschlossen werden sollen, soll das Unternehmen amplus engagiert werden. Dieser Tage wird auch der entsprechende Vertrag unterzeichnet, bestätigte Koch. Dann habe die Firma eineinhalb Jahre Zeit, alle Baumaßnahmen abzuschließen.

Die Tegernauer werden sich also noch ein Weilchen gedulden müssen. Betroffen seien davon Privathaushalte, so der Frauenneuhartinger Bürgermeister.

Die Ausbauphase II wird etwas unter 900 000 Euro Kosten verursachen, sagt Koch überschlagsmäßig. „Davon bekommen wir 80 Prozent Zuschüsse“, freut er sich.

Die Telekom braucht alleine für die von ihr versorgten Gebiete acht Kilometer Glasfaserkabel. Wenn alles fertig ist, sollten Telefonieren, Surfen und gleichzeitig Online-Fernsehen in der Gemeinde kein Problem mehr sein, wurde versprochen.

Schnelles Internet auf dem Land ist kein Luxus. Das Angebot kann sogar ein ausschlaggebender Grund sein, ob hier jemand wohnen will oder nicht. In Immobilienportalen wird deshalb zu jedem Eigentumsangebot inzwischen ein Internettest vermittelt, bei dem die Geschwindigkeit vor Ort vor dem Kauf geprüft werden kann.

Auch in einer weiteren Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft gibt es beim Glasfaserausbau Schwierigkeiten.

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